Deutsche Bank: Zweiter Goldrausch für Photovoltaik beginnt

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Die Deutsche Bank hat einen neuen Ausblick für die weitere Entwicklung der weltweiten Photovoltaik-Märkte veröffentlicht. Er ist überschrieben mit „Lass den zweiten Goldrausch beginnen“. Das Finanzinstitut geht davon aus, dass die Photovoltaik-Nachfrage auch 2014 und 2015 weiter anziehen wird. Im kommenden Jahr könnte der weltweite Zubau bereits 56 Gigawatt erreichen, wie aus dem Ausblick hervorgeht. In diesem Jahr werden nach Ansicht der Analysten erneut die Länder USA, Japan und China die wichtigsten Photovoltaik-Märkte darstellen. Dort sei ein Zubau zwischen acht und zwölf Gigawatt in diesem Jahr möglich. Für Europa gehen die Analysten 2014 von einer neu installierten Leistung zwischen sieben und acht Gigawatt aus.

Daneben werden bei der Deutschen Bank aber auch neue Märkte gesehen, die wesentlich zum weiten Wachstum des Photovoltaik-Weltmarkts beitragen könnten – so werden Indien, Südafrika, Mexiko, Australien, der Nahe Osten, Südamerika und Südostasien genannt. In der Mehrheit dieser Märkte gebe es bereits eine Netzparität der Photovoltaik. Zudem könnten in diesem Jahr Netz- und Finanzierungsprobleme in diesen Ländern beseitigt werden, heißt es in dem Bericht. Die weiter steigende Nachfrage könnte auch zu Engpässen, etwa bei Polysilizium, Wafern und Zellen führen. Daher sei in diesen Segmenten ein Preisanstieg zwischen 10 und 20 Prozent zu erwarten.

Die Deutsche Bank sieht die große Hoffnung für das weitere Wachstum der Photovoltaik vor allem darin begründet, dass sie immer wettbewerbsfähiger wird. So werde oder sei bereits auf mindestens 19 Märkten weltweit 2014 die Netzparität erreicht, zumal die Systempreise für Photovoltaik-Anlagen auch weiter sinken, heißt es in dem Ausblick. Zudem würden sich zunehmend Geschäftsmodelle jenseits von Einspeisetarifen durchsetzen. Hierbei kämen wesentliche Anstöße aus den USA. Auch würde die Finanzierung von Photovoltaik-Projekten in diesem Jahr wieder erleichtert, schreiben die Analysten. Dabei könnten sowohl die Unternehmen aus dem Downstream wie auch dem Upstream-Bereich von dem neuen Boom profitieren. Die Deutsche Bank geht davon aus, dass die Hersteller ähnliche Kapazitätssprünge wie zwischen 2005 und 2007 hinlegen werden.

Eine Prognose der Deutschen Bank ist auch, dass nun die BoS-Kosten bei Photovoltaik stärker in den Vordergrund rücken. Während die vergangenen fünf Jahre vor allem durch rückläufige Modulpreise geprägt gewesen seien, wende sich nun der Fokus auf die anderen Bereiche. Dies werde vermutlich in den kommenden drei Jahren der Fall sein. (Sandra Enkhardt)

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