Haticon entlässt 125 Mitarbeiter

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Haticon wird sich von 125 seiner 310 Mitarbeiter trennen. Insgesamt 93 Angestellte werden noch im November eine Kündigung erhalten, bestätigte das Photovoltaik-Unternehmen auf Nachfrage von pv magazine. 32 Mitarbeiter hätten einen Aufhebungsvertrag unterschrieben, der auch Abfindungen und Zusatzleistungen enthalte. „Durch Aufhebungsverträge ergibt es sich, dass nicht der gesamte Personalabbau über Kündigungen erfolgen muss", meldete die Nachrichtenagentur dpa. Es sei zudem mit der IG Metall vereinbart worden, dass bei dem Hersteller von Photovoltaik-Gestellsystemen im kommenden Jahr keine Leiharbeiter beschäftigt würden. Als Grund für die Entlassungen gibt Haticon die schlechte Auftragslage an. Mit den verbleibenden 185 Mitarbeitern sei die Personalstruktur an eine realistische Umsatzerwartung angepasst worden. 145 Mitarbeiter davon würden weiterhin an der Produktion der Montagegestelle für Photovoltaik-Dachanlagen und Solarparks in Pinnow arbeiten. Weniger betroffen von den Entlassungen seien die Mitarbeiter am zweiten Standort Güterfelde, wo die Zahl um neun auf 40 reduziert worden sei, bestätigte das Unternehmen.

Haticon wird in diesem Jahr Verluste machen, nachdem es 2012 noch eine schwarze Null gegeben habe, hieß es weiter. Der Hersteller wolle sich künftig stärker auf Märkte außerhalb Deutschlands und Europas konzentrieren. 2014 sollen daher Lieferungen von Montagesystemen nach Asien und in die USA deutlich ausgeweitet werden. Auch in der Geschäftsführung von Haticon wird sich etwas ändern. Klaus Germer wird neuer Managing Direktor und gehört damit neben Maren Wolff, Steven Helsen und Hans Johansson künftig zur Geschäftsleitung, bestätigte das Unternehmen.

Vor einem Monat bestätigte die Geschäftsleitung bereits auf Anfrage von pv magazine, dass "schlimmstenfalls 130 der 312 Mitarbeiter in allen Bereichen und Standorten des Unternehmens" von den Personalreduzierungen betroffen sein werden. Damals liefen noch die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan. Bereits zu diesem Zeitpunkt erklärte die IG Metall, dass ein Großteil der Mitarbeiter am Standort Pinnow unter Fortzahlung ihrer Gehälter freigestellt worden seien. Haticon bestätigte, dass derzeit überwiegend im Ein-Schicht-Betrieb produziert werde und es in den vergangenen Monaten darum ging, die Lagerbestände abzubauen. Erst zu Jahresbeginn befanden sich die Mitarbeiter für drei Monate in Kurzarbeit. (Sandra Enkhardt)

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