Phoenix Solar auf dem Weg zurück in die Profitabilität

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Die Phoenix Solar AG hat den Rückzug aus dem Projekt- und Handelsgeschäft in Deutschland gut verkraftet. Das Photovoltaik-Unternehmen aus Sulzemoos verzeichnete in den ersten drei Quartalen des Jahres einen Umsatzrückgang um sieben Prozent auf 116,0 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Dieser resultiere im Wesentlichen auf der Neuausrichtung des Geschäfts. Erstmals seit 2010 sei es auch wieder gelungen, ein positives Periodenergebnis vor Minderheit von 0,2 Millionen Euro zu erwirtschaften. Im dritten Quartal 2012 habe dieses Ergebnis noch bei -5,8 Millionen Euro gelegen. Das EBIT-Ergebnis habe sich im dritten Quartal auf 2,2 Millionen Euro belaufen, nach einem Verlust von vier Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Vor dem Hintergrund der Ergebnisse zeigt sich Phoenix Solar sehr zufrieden und bestätigte seine Erwartungen für das Gesamtjahr. „Für die ersten neun Monate liegen Umsatz und Ergebnis im Bereich der Erwartungen“, teilte das Photovoltaik-Unternehmen mit. Für 2013 rechne der Vorstand daher mit einem Umsatz zwischen 160 und 190 Millionen Euro sowie einem operativen Verlust zwischen zwei und sieben Millionen Euro. Dabei wirkten sich noch die „Restrukturierungsaufwendungen“ aus, die mit dem Rückzug aus dem deutschen Handels- und Projektgeschäft verbunden seien. Nach den nun vorgelegten Zahlen erwarte der Vorstand, dass „das Ergebnis eher das bessere Ende der Spanne erreicht“, hieß es weiter.

Phoenix Solar erzielte in den ersten drei Quartalen knapp 83 Prozent seines Umsatzes sowie 86 Prozent seiner Erlöse im Ausland. Das Photovoltaik-Unternehmen fokussiert sich seit der Neuausrichtung vor allem auf wachstumsstarke Regionen in Asien und die USA. Insgesamt habe das Segment Kraftwerke 55,8 Prozent der Umsätze erwirtschaftet, während 44,2 Prozent auf den Bereich Komponenten und Systeme entfielen. Beim Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern konnte Phoenix Solar den Verlust in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich eindämmen – er sank von -18,1 auf -1,6 Millionen Euro. Darin enthalten seien auch noch Rückstellungen von 1,9 Millionen Euro für Abfindungen infolge des Rückzugs aus Deutschland, hieß es weiter. Nach Steuern belaufe sich der Verlust auf 7,4 Millionen Euro, etwa ein Drittel des Vorjahreswerts.

Das Resümee von Bernd Köhler, Vorstandchef von Phoenix Solar, zu den Zahlen lautete: „Auf dem Weg aus der schweren Krise, die wir inzwischen gemeistert haben, zu einem nachhaltig planbaren profitablen Wachstum, auf das wir hinarbeiten, liegt noch eine ganze Strecke vor uns.“ Es seien aber bereits Erfolge der neuen Strategie erkennbar. In den kommenden Monaten wolle Phoenix Solar besonders sein Geschäft auf den neuen Kernmärkten weiterentwickeln und ausbauen. (Sandra Enkhardt)