Aufbruchstimmung bei der Eröffnung der SPI

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Rund 700 Aussteller präsentieren nach Angaben der Veranstalter SEIA (Solar Energy Industries Association) und SEPA (Solar Electric Power Association) ihre Produke und Services bei der diesjährigen Solar Power International (SPI), die erstmals in Chicago stattfindet. Der Bürgermeister von Chicago, Rahm Emanuel, unterstrich die wichtige Rolle der Kommunen beim Ausbau der Photovoltaik zur Stärkung einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Er kündigte an, dass die Millionenmetropole im Rahmen einer Chicago Solar Express Initiative künftig private Photovoltaik-Anlagen innerhalb eines Tages genehmigen will, um die Nutzung von Solarstrom voranzubringen. Bisher kann die Genehmigung von Photovoltaik-Anlagen in vielen Teilen der USA bis zu mehreren Monaten dauern und ist eine große Hemmschwelle für den Ausbau der Photovoltaik. Auch der Gouverneur von Illionois, Pat Quinn, brach bei der Eröffnungsfeier der SPI eine Lanze für die erneuerbaren Energien Solarenergie und kündigte neue Förderinitiativen an. Bis im Jahr 2025 soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung des Bundesstaates auf 25 Prozent steigen, davon mindestens ein Viertel Solarstrom.

Rhone Resch, Chef der SEIA, unterstrich bei der Eröffnungsveranstaltung das dynamische Wachstums der Photovoltaik in den USA. In diesem werde ein Zubau von 5,5 Gigawatt, im kommenden Jahr von über 7 Gigawatt und im Jahr 2015 von rund 10 Gigawatt erwartet. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass zum einen Steuervorteile beim Kauf von Solaranlagen weiter gewährt würden und politische Angriffe der fossilen Lobbygruppen und einem Teil der Energieversorgungsunternehmen gegen den Ausbau der Photovoltaik abgewehrt werden könnten. Um die politische Unterstützung für den weiteren Ausbau der Photovoltaik in den USA zu verbreitern, kündigte er an, in Kürze eine „America Supports Solar Initaitive“ zu starten. Er verwies auf die breite Akzeptanz für Solarenergie in der US-Bevölkerung. Neun von zehn US-Amerikanern würden Solar unterstützen, sagte Resch. (Hans-Christoph Neidlein)