Erster REIPPP-Solarpark am Netz

Drei Monate früher als geplant ist der 75-Megawatt-Solarpark Kalkbutt in Südafrika ans Netz gegangen. Wie der norwegische Projektentwickler Scatec mitteilte, ist das Photovoltaik-Kraftwerk das erste abgeschlossene Projekt im Rahmen des südafrikanischen Erneuerbare-Energien-Programms REIPPP (South African Renewable Energy Independent Power Producer Procurement Program). Mit dem Bau von Kalkbult hat Scatec laut Pressemitteilung unmittelbar nach Abschluss der Finanzierungsverträge im November des vergangenen Jahres begonnen.

In Kalkbult arbeiten jetzt mehr als 312.000 Photovoltaik-Modulen auf einer insgesamt 156 Kilometer langen Unterkonstruktion; die Wechselrichter hat der deutsche Photovoltaik-Produzent SMA geliefert. Den in Kalkbult erzeugten Strom nimmt in den kommenden 20 Jahren Südafrikas Nationales Energieunternehmen Eskom ab. Die Jahresproduktion von 135 Millionen Kilowattstunden soll ausreichen, um den Strombedarf von 33.000 südafrikanischen Haushalten zu decken und jährlich fast 115.000 Tonnen CO2 einzusparen.

Wie Scatec weiter mitteilt, wurde das Photovoltaik-Projekt Kalkbult über die Standard Bank finanziert, der größten kommerziellen Bank Südafrikas. Das Beteiligungskapital lieferte ein Konsortium bestehend aus Scatec Solar als größtem Teilhaber, Norfund, Simacel, Stanlib/Standard Bank und Old Mutual Life Assurance Company. Insgesamt hat Scatec Solar Aufträge für drei REIPPP-Projekte mit einer Gesamtkapazität von 190 Megawatt erhalten. Der Bau der anderen beiden Projekte in der nördlichen und östlichen Kap-Region hat dem Unternehmen zufolge bereits begonnen und soll Mitte kommenden Jahres fertiggestellt werden. (Petra Hannen)