Dyesol sucht weiter Investoren

Die Dyesol Ltd. hat ihren Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr vorgelegt, dass am 30. Juni 2012 endete. Demnach hat der australische Hersteller von Farbstoffsolarzellen einen operativen Verlust nach Einkommensteuern vom umgerechnet rund 6.3 Millionen Euro eingefahren; sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sei im abgelaufenen Geschäftsjahr zudem um 48 Prozent auf knapp 650.000 Euro gefallen. Nach den nun vorgelegten Zahlen belaufen sich die Gesamtverluste von Dyesol mittlerweile auf mehr als 50 Millionen Euro.

Dyesol bemüht sich derzeit weiter seine DSC-Technologie weiter voranzubringen. Es sei weiteres Kapital notwendig, um eine Massenfertigung für Farbstoffsolarzellen aufzubauen, heißt es in dem Geschäftsbericht. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sei es gelungen, weitere Gelder einzusammeln. So habe sich die National Industrialization Company of Saudi Arabia (Tasnee) an Dyesol finanziell beteiligt. Bis Mitte September bestehe zudem noch eine Option, weitere gut zehn Millionen Euro zu investieren. Damit hätte Tasnee dann einen Anteil von mehr als 20 Prozent an Dyesol. Zudem habe der australische Photovoltaik-Hersteller Förder- und Forschungsgelder vom australischen Staat erhalten. Dyesol habe zudem eine Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen. Zudem sei es aber auch gelungen, die Ausgaben um etwa ein Drittel zu senken, hieß es weiter.

Dyesol vermeldete in den zurückliegenden Monaten neue Effizienzrekorde für seine Farbstoffsolarzellen. Der Hersteller sieht damit einen wichtigen Wendepunkt in der Entwicklung seiner Solarzellen, die damit zu einer attraktiven Photovoltaik-Lösung werden könnten. Allerdings muss es dazu gelingen, die Technologie auch in die Massenfertigung zu überführen. (Sandra Enkhardt)