Microinverter – eine neue Perspektive für SMA und Power One

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Der weltweite Markt für Photovoltaik-Microinverter wird sich bis 2017 von derzeit 500 Megawatt auf 2,1 Gigawatt mehr als vervierfachen. Dabei werden Mikrowechselrichter zunehmend auch bei Photovoltaik-Projekten außerhalb der USA zum Einsatz kommen, wie es im aktuellen Marktbericht von IHS zu Microinvertern und Power Optimizern heißt. Obwohl Microinverter noch teurer als herkömmliche Photovoltaik-Wechselrichter seien, könnten sie dies durch die Vorteile bei der Steigerung der Leistung der Anlage wieder ausgleichen. Dennoch würden die sogenannten Modulwechselrichter bislang hauptsächlich bei Photovoltaik-Dachanlagen in den USA eingesetzt, heißt es in dem Bericht von IHS. Dort liege ihr Marktanteil in diesem Jahr voraussichtlich bei rund 40 Prozent. Diese Konzentration werde sich aber nun zunehmend in Richtung kommerzieller kleinerer Freiflächenprojekte und auch in andere Regionen ändern.

Erstmals werde die Menge ausgelieferter Microinverter in diesem Jahr voraussichtlich die 500-Megawatt-Grenze überschreiten. Dies bedeute aber auch, dass es ein schwieriges Jahr für die Lieferanten bezüglich des Wettbewerbs und der Preisgestaltung werde, so die Analysten von IHS. Zahlreiche neue Hersteller seien zu verzeichnen, die nun mit ihren Produkten am Markt agierten, darunter auch die führenden Wechselrichter-Hersteller SMA und Power One. Insgesamt sei ein Preisrückgang von 16 Prozent in diesem Jahr zu erwarten. Doch die größeren Liefermengen würden zugleich für wachsende Umsätze der Hersteller sorgen. Die IHS-Analysten erwarten ein Wachstum des Marktvolumens von mehr als 250 Millionen US-Dollar in diesem Jahr auf 700 Millionen US-Dollar im Jahr 2017.

Der US-Anbieter Enphase Energy werde dank seines großen Marktanteils im US-Dachanlagen-Geschäft seine Position als führender Anbieter von Mikrowechselrichtern behaupten können. Dennoch werde der Wettbewerb angesichts der vielen neuen Hersteller am Markt künftig härter werden. Als eine Folge würden sich die Hersteller auch vermehrt auf neuen Märkten umschauen. Außerdem versuchten sie den Einsatz von Modulwechselrichtern bei großen Photovoltaik-Projekten voranzutreiben. Ein Beispiel sei, dass Enphase nun seine Microinverter für ein Zwei-Megawatt-Projekt in Kanada liefern werde. Dennoch werden auch 2017 weiterhin Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung zwischen 10 und 100 Kilowatt den Fokus der Microinverter-Einsätze bilden, heißt es weiter. Kommerzielle Anlagen werden dann rund ein Drittel der weltweiten Lieferungen abdecken. Dies stelle mehr als eine Verdreifachung gegenüber dem Wert des vergangenen Jahres dar.

Neue Märkte für den Einsatz von Modulwechselrichtern sehen die IHS-Analysten vor allem in Europa und Asien. Konkret werden die Länder Großbritannien, Frankreich, Japan und Australien genannt, wobei es derzeit noch einige Hürden gebe. Gerade Japan habe einen großen Markt für Photovoltaik-Dachanlagen, allerdings würden die Lieferungen von Microinvertern durch die hohen Vorgaben der Zertifizierung und die Fokussierung auf heimische Hersteller noch stark limitiert, sagt IHS-Analyst Cormac Gilligan. Australien und Großbritannien böten ebenfalls ein hohes Potenzial für den Einsatz von Microinverter, da es sich um vergleichsweise junge Märkte handele und die Installateure noch nicht komplett auf den Einsatz von String-Wechselrichter fokussiert seien. Insgesamt habe der Marktanteil der USA bei Microinvertern im vergangenen Jahr bei 72 Prozent gelegen. Bis 2017 werde er auf etwa 50 Prozent sinken, heißt es dazu im aktuellen IHS-Report.

Ein neuer Trend, der den Markt ebenfalls beflügeln werde, sei, dass mittlerweile Solarmodule mit integrierten Mircoinvertern angeboten würden. Dafür würden einige Hersteller von Mikrowechselrichtern wie Solarbridge und Enecsys extra mit Modulhersteller kooperieren. Insgesamt werde der Anteil dieser AC-Modullieferungen bis 2017 auf rund 32 Prozent steigen, heißt es weiter. (Sandra Enkhardt)

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