Solardrohne soll fünf Jahre ohne Landung fliegen

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„Atmosphärischer Satellit“ nennt die US-Firma Titan Aerospace ihr neues unbemanntes Flugzeug. Solara 50 soll künftig – angetrieben von Photovoltaik-Strom – bis zu fünf Jahre lang ohne Landung im Einsatz sein und damit Aufgaben klassischer Satelliten übernehmen können. Die Drohne hat Unternehmensinformationen zufolge eine Spannweite von 50 Metern, ist 15,5 Meter lang und kann bis zu 32 Kilogramm Nutzlast transportieren. In Planung sei zudem ein größeres Modell namens Solara 60, dass mit einer Spannweite von 60 Metern etwa 100 Kilogramm Nutzlast tragen können soll.

Die Solarzellen, die den Strom für den Propellerantrieb liefern, befinden sich in den Flügeln und dem Seitenleitwerk; ein Teil des Stroms wird für Phasen ohne Sonneneinstrahlung in Lithium-Ionen-Akkus gespeichert. Wolken oder Schlechtwetterlagen sollen für Solara jedoch kein Problem darstellen, da die Drohne in rund 20.000 Metern Höhe unterwegs sein soll. Einsatzmöglichkeiten sieht Titan Aerospace viele: von der Wetterbeobachtung über den Kommunikationsbereich bis zu Kartierung und Überwachung.

Mit der Auslieferung der ersten Modelle rechnet die Association for Unmanned Vehicle Systems International (AUVSI) im Februar 2014. Die Basisversion des Solara 50 soll etwa zwei Millionen US-kosten. Dem Unternehmen zufolge könne man das Flugzeug aber mit so viel Technik ausrüsten, dass der Gesamtpreis eher bei zehn bis elf Millionen US-Dollar liege. Im Gegensatz zu konventionellen Satelliten, so das Unternehmen weiter, könne man das Flugzeug bei Problemen oder einem Schaden zurück auf die Erde holen und es reparieren, falls ein Schaden auftreten sollte. (Petra Hannen)