Sunpower auf Wachstumskurs

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Der kalifornische Solarmodul-Hersteller Sunpower schreibt wieder schwarze Zahlen. Im zweiten Quartal 2013 erzielte das in San Jose ansässige Photovoltaik-Unternehmen einen Nettogewinn von 19,6 Millionen US-Dollar, wie aus den nun veröffentlichten Zahlen für April bis Juni hervorgeht. Im Vorjahreszeitraum musste Sunpower noch einen kräftigen Verlust von 84,2 Millionen US-Dollar hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahr sank allerdings der um 3,2 Prozent auf 576,5 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge konnte Sunpower im Vergleich zum ersten Quartal  auf 18,7 Prozent mehr als verdoppeln. „Sunpowers starke Ergebnisse im zweiten Quartal spiegeln das solide operative Geschäft sowie die anhaltende Nachfrage nach unseren effizienten Systemen sowohl im Kraftwerks- als auch im Dachanlagen-Segment in allen wichtigen Regionen wider“, sagte Sunpower-Vorstandschef Tom Werner bei der Präsentation der Quartalszahlen.

Der Grundstein des Erfolgs sei weiterhin das Geschäft in Nordamerika, sagte Werner weiter. Die Solarmodule für den 250 Megawatt-Solarpark „California Valley Solar Ranch“ seien erfolgreich installiert worden. Das Projekt werde voraussichtlich bis Ende des Jahres komplett abgeschlossen sein. Zugleich gehe die Installation der Module im 579-Megawatt-Solarpark weiter. Dieses Projekt im US-Bundesstaat Kalifornien hatte die Buffett-Firma MidAmerican Solar zu Beginn des Jahres von Sunpower gekauft. „Darüber hinaus haben wir unsere Position als Marktführer bei kommerziellen Dachanlagen gestärkt. Die Buchungen bei kommerziellen Projekten im zweiten Quartal belaufen sich auf 100 Millionen US-Dollar“, sagte Werner. Auch im privaten Dachanlagen-Geschäft sei die Nachfrage angesichts der neuen Finanzierungsoptionen in Höhe von 150 Millionen US-Dollar weiterhin solide. „Sunpower ist somit für eine erfolgreiche zweite Jahreshälfte gut augestellt“ , so der Vorstandschef weiter.

Das Geschäft in Japan habe zusätzlich für Auftrieb im Asien-Pazifik-Raum gesorgt. Die Nachfrage in  Japan werde voraussichtlich das ganze Jahr über stark bleiben. Im vierten Quartal rechne Sunpower daher auch mit Rekordlieferungen von Modulen nach Japan, sagte Werner weiter. Zusätzlich sei auch mit einer Wende im Europageschäft zu rechnen. Im dritten Quartal werde mit besseren Ergebnissen gerechnet. „Mit der Nachfrageentwicklung verbessern und stabilisieren sich die Bedingungen für die Industrie und die Preise. Wir bleiben daher zuversichtlich, dass wir in der EMEA-Region bis zum Jahresende 2013 wieder profitabel sein können“, sagte Werner.

Gegen den allgemeinen Trend leidet Sunpower nicht unter den weltweiten Überkapazitäten für Solarmodule. Bis zum Jahresende sind die Kapazitäten des US-Herstellers voll ausgelastet. Der Finanzvorstand von Sunpower, Chuck Boyton, kündigte nun an, dass das Unternehmen eine Erweiterung seiner Produktion prüfe. Zum einen sei eine Ausweitung des Produktions-Joint-Ventures mit dem taiwanesischen Elektronikkonzern AU Optronics Corp. denkbar. Sunpower und AU Optronics hatten 2010 gemeinsam für 700 Millionen US-Dollar eine Solarzellenfabrik mit einer Kapazität von 1,4 Gigawatt in Malaysia errichtet. Als Alternative sei auch der Bau einer neuen Fabrik denkbar, so Boyton weiter.

Zum Ausblick hieß es bei Sunpower: Im Geschäftsjahr 2013 werde mit einem Umsatz zwischen 2,5 und 2,6 Milliarden US-Dollar gerechnet. Die Bruttomarge soll zwischen 18 und 20 Prozent liegen. Außerdem werde weiterhin angestrebt, die Produktionskosten gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent zu senken. (Edgar Meza/Sandra Enkhardt)