Erstes Forschertreffen der Innovationsallianz Photovoltaik

Das erste Statuskolloquium der Innovationsallianz Photovoltaik findet am Montag in Berlin statt. Mehr als hundert Wissenschaftler aus Photovoltaik-Unternehmen und Forschungsinstituten stellen dort ihre Forschungs- und Entwicklungsvorhaben vor, um die Kosten für Solarstrom weiter zu senken und ihn damit noch wettbewerbsfähiger zu machen. „Kaum eine andere Industrie kann ähnliche Kostensenkungskurven in so kurzer Zeit aufzeigen. Die Preise für Solarstrom-Anlagen haben sich allein in den letzten drei Jahren mehr als halbiert“, sagte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) anlässlich des Treffens. Dieses findet hinter verschlossenen Türen statt, um den internationalen Innovationsvorsprung der deutschen Photovoltaik-Unternehmen zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Solartechnik „Made in Germany“ zu stärken, wie es in der Mitteilung der Innovationsallianz Photovoltaik heißt. Dabei werde großen Wert darauf gelegt, dass es nur eine kurze Entwicklungszeit vom Labor bis zur Anwendungsreife gebe. In den einzelnen Forschungsgruppen sei daher auch jeweils die komplette Produktionskette vertreten. Mit ersten abschließenden Ergebnissen sei bereits Ende des Jahres zu rechnen, hieß es weiter.

2010 hatte die Bundesregierung die Innovationsallianz Photovoltaik ins Leben gerufen. Mit mehr als 100 Millionen Euro fördern das Umwelt- und das Forschungsministerium verschiedene Projekte unter dem Titel „Solare Spitzenforschung in Deutschland“.  Das Geld fließt in über 20 industriegeführte Projekte. Die Solarindustrie erklärte sich 2010 im Gegenzug bereit, sich an den Projekten mit Investitionen in etwa fünffacher Höhe zu beteiligen. Die Bandbreite der Forschung reicht von der Senkung der Materialkosten für Photovoltaik-Anlagen über Optimierung der Herstellungsprozesse und Analyseverfahren bis hin zur Entwicklung neuer Produkte für vielversprechende Märkte. (Sandra Enkhardt)