Altmaier will bald Vorschläge für EEG-Reform vorlegen

Teilen

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) will in den nächsten Wochen seine Vorschläge für eine EEG-Reform präsentieren. Es gehe darum, „wie wir uns langfristig eine gedeihliche Organisation des EEG vorstellen", sagte Altmaier der Nachrichtenagentur Reuters am Rande der CSU-Landesgruppenklausur in Wildbad Kreuth. Ziel der Neugestaltung sei es, einen weiteren starken Anstieg der Energiepreise zu vermeiden. Zugleich müsse aber auch der Ausbau der erneuerbaren Energien und damit die Energiewende vorangetrieben werden, so der Umweltminister weiter. Er wolle mit seinen Reformvorschlägen, privaten Stromkunden, Industrie, Mittelstand und Handwerk die Gewissheit geben, "dass die Preise auch mittel- und langfristig nicht aus dem Ruder laufen". Altmaier machte die rot-grüne Bundesregierung für die momentanen, massiven Strompreiserhöhungen verantwortlich. "Dass die Strompreiserhöhungen im Herbst höher ausgefallen sind, als von vielen erwartet und geplant, hängt auch damit zusammen, dass seit den Zeiten von Rot-Grün die Hausaufgaben im Bereich des EEG nicht ausreichend gemacht worden sind", sagte er. Diese Haltung stützte auch die CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt, die SPD und Grünen „eine völlig ungesteuerte Energiewende“ vorwarf.

Die CSU-Abgeordneten diskutierten auf ihrem jährlich stattfindenden Landesgruppentreffenn ausführlich über das Thema Energiewende. Die CSU fordert die Einführung einer sogenannten Bürgerdividenden, mit der Bürger an den Gewinnen der Energiewende beteiligt werden sollen. Die Abgeordneten sprachen sich für eine Reform des EEG und eine Änderung der Berechnung der EEG-Umlage aus. Damit wolle die CSU ihr zentrales Anliegen in der Energiepolitik voranbringen, das eine zügige Energiewende bei gleichzeitig möglichst geringen Belastungen für die Verbraucher vorsieht, hieß es in einer Veröffentlichung zu dem Treffen. Außerdem forderte die CSU-Landesgruppe eine intensivere Speicherforschung, eine Verbesserung der Energieeffizienz sowie einen beschleunigten Netzausbau, um die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien besser ausgleichen zu können. Nähere Informationen zu Berichten, dass die CSU in Bayern Betreiber von Solar- und Windparks für die Finanzierung neuer Gaskraftwerke heranziehen will, gab es zunächst nicht. (Sandra Enkhardt)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.