Pilotprojekt für organische Photovoltaik

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat in Frankfurt am Main die erste Anlage zur Herstellung von Strom aus organischer Photovoltaik (OPV) eröffnet. Das Pilotprojekt auf dem Gelände der Mainova-Konzernzentrale besteht aus neun, mit transparenter Folie bespannten Modulen. Sie wurden auf Flächen des Werbeturms angebracht und sollen nach Angaben von Mainova voraussichtlich 250 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Der produzierte Strom werde direkt ins Netz eingespeist. Die OPV-Zellen zeichnen sich durch ihre Leichtigkeit und Flexibilität aus. Der auf Leichtbau-Photovoltaik spezialisierte Projektentwickler Solartension aus Stuttgart entwarf die dafür notwendige Konstruktion. Die Ergebnisse des Projekts sollen in zwei Jahren ausgewertet werden.

Der Unterschied zwischen der organischen und der klassischen Photovoltaik liegt hauptsächlich im eingesetzten Material. Während sonst Silizium verwendet wird, werden bei der organischen Photovoltaik sogenannte organische Halbleiter eingesetzt. Jürgen Wunsch, Geschäftsführer von Solartension, sagte zur Eröffnung, dies sei die weltweit erste angeschlossene Anlage dieser Art. (Jacob Paulsen)