Rösler stellt EEG in Frage

Teilen

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat einmal mehr die existierende Förderung der erneuerbaren Energien in Frage gestellt.  Da müssen wir uns tief in die Augen gucken: Wollen wir das bezahlen oder wollen wir das eine oder andere im System ändern“, sagte Rösler laut „Focus Online“ bei einer Veranstaltung zu „Ein Jahr Energiewende“. Das EEG bezeichnete er als „reines Subventionsgesetz“. Erneut warnte Rösler vor einem starken Anstieg der EEG-Umlage im kommenden Jahr. „Aus meiner Sicht fehlt in der energiepolitischen Debatte ein Stück weit Ehrlichkeit“, sagte Rösler. So sei die eine Hälfte der Wahrheit, dass mehr Solar- und Windstrom die Strombörsenpreise dämpfe. Dadurch steige aber andererseits die von allen Bürgern über den Strompreis zu zahlende Umlage. Auch rechneten sich wegen des Einspeisevorrangs von Photovoltaik, Wind und Biomasse die Investitionen in neue Gas- und Kohlekraftwerke kaum noch, so Rösler weiter.

Unterstützung für seine Forderungen erhielt der Minister von seinem Umweltkollegen Peter Altmaier (CDU). Er sagte dem Bericht zufolge, die Zeiten ständiger Reibereien zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium bei der Energiewende seien vorbei. „Wir haben entschieden, uns zu mögen“, sagte Altmaier. Aus seiner Sicht sei vor allem die Versorgungssicherheit ein wichtiger Aspekt. Bundespräsident Joachim Gauck warnte zur Eröffnung der „Woche der Umwelt“ ebenfalls vor den Milliardenausgaben zur Förderung erneuerbarer Energien.  "Es wird uns nicht gelingen, allein mit planwirtschaftlichen Verordnungen. Schon gar nicht mit einem Übermaß an Subventionen", so Gauck nach einem Bericht von „Spiegel Online“. Er forderte offene Märkte und freien Wettbewerb. Zugleich müsse es aber auch verlässliche politische Rahmenbedingungen geben. Die Energiewende könne "mit überzeugenden Innovationen und im fairen Wettbewerb" erfolgreich umgesetzt werden, sagte Gauck. (Sandra Enkhardt)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.