REC stellt Waferproduktion in Norwegen ein

Teilen

Vor dem Hintergrund weiterer Verluste hat die Renewable Energy Corporation ASA (REC) entschieden, auch die verbliebene multikristalline Waferfertigung in Heroya zu schließen. Im zweiten Quartal solle die Produktion mit einer Kapazität von 650 Megawatt geschlossen werden, teilte der norwegische Photovoltaik-Hersteller mit. Etwa 460 Mitarbeiter seien von der Schließung betroffen. In den kommenden Monaten wolle REC über eine alternative Nutzung des Werks beraten. „Der Photovoltaik-Markt hat sich in den vergangenen Monaten dramatisch verändert. Trotz eines stabilen Nachfragewachstums haben die Überkapazitäten weiterhin negative Auswirkungen auf die Waferpreise“, begründete REC-Vorstandschef Ole Enger den Schritt. Trotz einer signifikanten Senkung der Produktionskosten in Heroya sei es angesichts des internationalen Wettbewerbs nicht geschafft worden, den Preisverfall bei Wafern zu kompensieren. Daher seien weitere Verluste zu erwarten, wenn die Produktion in Heroya weiter laufen würde. Von den vier zum Vorstand gehörenden Arbeitnehmervertretern stimmten drei gegen die Entscheidung.

REC hat zugleich auch Geschäftszahlen für das erste Quartal 2012 vorgelegt. Demnach habe der Photovoltaik-Hersteller einen Umsatz von umgerechnet 282 Millionen Euro erzielen können. Das EBITDA-Ergebnis habe bei etwa 60 Millionen Euro gelegen. REC hat nach eigenen Angaben seine Nettoverschuldung auf rund 555 Millionen Euro senken können. Die Zahlen von REC sind vor allem durch die weiter sinkenden Preise für Wafer und Module belastet.  REC hat in den vergangenen Monaten einige seiner langfristigen Waferverträge aufgelöst. (Sandra Enkhardt)