Protest gegen den Sunblocker Rösler

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Mehr als 40 Branchenvertreter machten am Freitag ihrem Unmut über die aktuellen Pläne zur Kürzung der Solarförderung von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) Luft. Sie versammelten nach einem Aufruf des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) vor dem Bundeswirtschaftsministerium. Sie schwenkten Fahnen, mit traurigen Sonnen darauf. Besonders hervorstechend war eine knapp fünf Meter hohe Tube Sonnencreme, die ein Bild von Philipp Rösler zeigt. Darüber steht in Großbuchstaben „Sunblocker“, darunter „Solarenergie-Verhinderungs-Faktor 90“.

Die Protestler wollen mit der Aktion auf ihre Situation aufmerksam machen. Nach Ansicht des BSW-Solar gefährden die Pläne Röslers nicht nur weit über 100.000 Arbeitsplätze in der Solarbranche, sondern auch die Energiewende an sich. Der Verband fordert die Politik auf, sich schützend vor die in der Solarwirtschaft Beschäftigten zu stellen und die Solarstromförderung weniger stark zu reduzieren als von Rösler geplant.

Der Minister solle „die im vergangenen Sommer von der Bundesregierung beschlossene Energiewende nicht weiter gefährden“, heißt es in einer Erklärung des BSW-Solar. „Diese drastischen weiteren Kürzungen hätten unweigerlich einen Markteinbruch und die Zerstörung eines Großteils der Solarbranche in Deutschland zur Folge.“

Die Solarbranche hatte in den letzten Jahren immer wieder mit drastischen Kürzungen der Solarförderung zu kämpfen. Seit dem Jahr 2008 haben sich die Vergütungssätze für Solarstrom bereits halbiert. Für das Jahr 2012 ist bisher eine weitere Kürzung der Vergütung um 30 Prozent geplant. Bundesminister Rösler geht dies noch nicht weit genug. Er fordert darüber hinaus eine Beschränkung des Photovoltaik-Zubaus in Deutschland auf 33,3 Gigawatt bis 2020.

Auch andere Protestaktionen sollen auf die derzeit schwierige Lage der Solarindustrie aufmerksam machen. So plant beispielsweise das Photovoltaik-Unternehmen Soleg, am 11. März alle im eigenen Besitz befindlichen Solaranlagen zur Mittagszeit für einen Stunde abzuschalten. Damit möchte Vorstand Josef Weindl am ersten Jahrestag des Reaktorunglücks von Fukushima zeigen, das seiner Ansicht nach nur die Erneuerbaren unsere Energieprobleme lösen können. (Mirco Sieg)

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