Kein Rezept gegen die Pleite

Für den insolventen Solarzellen-Hersteller Arise Technologies Deutschland war kurzfristig kein Investor zu finden. Mit der Abwicklung legt die Insolvenzverwalterin Bettina Breitenbücher daher auch den Geschäftsbetrieb still. Sie sei dennoch mit potenztiellen Investoren in Verhandlungen.

„Ich bedauere sehr, dass mit den potenziellen Investoren keine schnelle Lösung zu erzielen war“, klagt Breitenbücher. “Mit einem Interessenten verhandeln wir weiter, den Geschäftsbetrieb können wir ohne Investor jedoch nicht mehr aufrechterhalten.“

Mit dem eröffneten Insolvenzverfahren seit 1. Januar endet auch der Zeitraum für Insolvenzgeld. Deshalb muss Arise die Löhne und Gehälter der rund hundert Mitarbeiter wieder selbst zahlen. Aus eigener Kraft geht das nicht. Die Insolvenzverwalterin hat bereits die Mitarbeiter informiert. Sie sind ab sofort ohne Arbeit.

Die 2008 in Bischofswerda gegründete Arise Technologies Deutschland GmbH gehört zur kanadischen Arise Technologies Corporation in Waterloo/Ontario. Das Unternehen war durch den starken Preisdruck vor allem aus Asien in Turbulenzen geraten. „Die gesamte Solarindustrie in Deutschland steckt in der Krise“, erklärt Breitenbücher. Vor diesem Hintergrund seien auch die Investoren äußerst zurückhaltend.

Selbst die kanadische Muttergesellschaft von Arise hat inzwischen Insolvenz angemeldet. Trotz der schwierigen Lage will die Insolvenzverwalterin die Hoffnung nicht aufgeben. „Wir suchen weiter intensiv nach Möglichkeiten, den Standort zu erhalten", so Breitenbücher. Wenn dies nicht gelänge, würden sich am deutschen Standort dennoch wieder Arbeitsplätze ansiedeln gibt sich Breitenbücher optimistisch. (William Vorsatz)