MEMC streicht mehr als 1300 Stellen

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MEMC Electronic Materials, Inc. hat umfangreiche weltweite Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Mit Blick auf die Reduzierung der Produktionskosten werde das Unternehmen die Zahl der Mitarbeiter und die Kapazitäten ab sofort und auch im 1. Quartal 2012 verringern. Insgesamt würden mehr als 1300 Mitarbeiter weltweit entlassen, was etwa 20 Prozent der Gesamtbelegschaft entspricht, teilte das Unternehmen mit. Die Polysilizium-Fabrik im italienischen Meran soll im Zuge der Restrukturierung zunächst stillgelegt werden. Wenn sich die Marktbedingungen kurzfristig änderten, könne das Werk wieder angefahren werden, ansonsten würden die 6000 Tonnen Jahreskapazität endgültig stillgelegt. Außerdem würden die Kapazitäten der Fabriken in Portland im US-Bundesstaat Oregon reduziert und die Waferfabrik in Malaysia zunächst nur auf 300 Megawatt hochgefahren. Als weiteren Schritt kündigte MEMC an, dass ab kommendem Jahr die Bereiche „Solar Materials“ und „SunEdison“ zusammengelegt würden, um den Kunden besser gerecht zu werden. 

Mit den Maßnahmen wolle sich das Unternehmen besser auf die aktuellen und erwarteten Bedingungen auf den Halbleiter- und Photovoltaik-Märkten einstellen. Dafür sollen im vierten Quartal etwa 700 Millionen US-Dollar aufgewendet werden, wie MEMC weiter mitteilte. Rund 475 Millionen US-Dollar davon seien in erster Linie auf die Reduzierung der Produktionskapazitäten zurückzuführen, 175 Millionen US-Dollar entstünden aus voraussichtlichen Vertragsstrafen und rund 50 Millionen US-Dollar seien für die Abfindung gekündigter Mitarbeiter eingestellt, die wohl im 2. Quartal 2012 fällig werden. Hinzu kämen nochmals rund 180 Millionen US-Dollar, die größtenteils aber erst nach 2012 zu Buche schlagen würden. Bis Ende kommenden Jahres wolle MEMC aber im Gegenzug auch rund 200 Millionen Euro bei den Produktions- und Arbeitskosten einsparen. Vorstandschef Ahmad Chatila glaubt, dass diese kurzfristigen Maßnahmen die Position von MEMC stärken werden und auch ein weiterhin profitables Wachstum des Unternehmens in den Kernsegmenten – Halbleiter-Wafer und Photovoltaik-Systeme erlauben. (Sandra Enkhardt)

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