Kleiner Bahnhof in Peking

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Von wegen lange Wartezeiten an der Eingangskontrolle des schicken China National Convention Center zum Messeauftakt: Die Zahl der Besucher der 1. Intersolar China am ersten Messetag hielt sich sehr in Grenzen. Vor etlichen Ständen herrschte zum Teil fast gähnende Leere. „Wahrscheinlich müssen wir unsere Besucherprognose von insgesamt 7.500 für die dreitägige Messe nach unten korrigieren“, sagte Projektleiterin Tina Engelhard von der Solar Promotion International. Auch die Zahl der Aussteller lag weit unter den Prognosen der Veranstalter: Diese rechneten mit 250 Ausstellern, tatsächlich kamen nur 130 Photovoltaik-Unternehmen, die meisten davon aus den Bereichen Zell- und Modulherstellung. Die großen chinesischen Photovoltaik-Unternehmen wie Yingli, Suntech oder JA Solar glänzten allerdings mit Abwesenheit. Es präsentierten sich meist Firmen aus der zweiten und dritten Reihe.

Klar wurde, dass der Photovoltaik-Markt in China zwar insgesamt deutlich zulegt, die Konkurrenz aber härter wird, nicht nur im Messegeschäft. So rechnen ausländische Wechselrichterhersteller wie SMA oder Refusol damit, in diesem Jahr deutlich weniger Produkte absetzen zu können wie im Vorjahr. SMA rechnet laut Sales Manager Wang Zhiqiang  mit einem Absatzrückgang von  etwa 15 Megawatt 2010 auf etwa sechs Megawatt in diesem Jahr. Refusol verzeichnete General Manager Gert Lang-Alischer zufolge einen Rückgang von zehn Megawatt (2010) auf drei Megawatt. „Wir hätten weit mehr verkaufen können, doch auf einem so niedrigen Preisniveau, dass es wirtschaftlich für uns keinen Sinn macht“, betonte Lang-Alischer.

Um trotz des Preis- und Kostendrucks einen Fuß in den wachsenden chinesischen Markt zu bekommen, setzen sowohl SMA als auch Refusol auf eine ortsnähere Produktion. Refusol möchte laut Lang-Alischer im Frühjahr eine auf insgesamt einem Gigawatt ausgelegte Produktion bei Shanghai eröffnen. SMA prüft derzeit laut Zhiqiang den Komponenteneinkauf vor Ort, um die Kosten zu senken. (Hans-Christoph Neidlein)

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