Q-Cells baut 91-Megawatt-Solarpark

Q-Cells SE hat in Brandenburg-Briest mit dem Bau eines der größten Solarparks Europas begonnen. Das 91 Megawatt starke Photovoltaik-Kraftwerk soll bis zum Jahresende am Netz sein. Rund 383.000 kristalline Solarmodule von Q-Cells werden auf dem Gelände eines ehemaligen Militärflughafens installiert, wie das Photovoltaik-Unternehmen mitteilte. Q-Cells hatte die Fläche angekauft und alle notwendigen Genehmigungen bei den lokalen Behörden eingeholt. Nun werde das Projekt an zwei namhafte Investoren veräußerte, hieß es weiter.  Die benachbarten Solarparks, Brandenburg-Briest West und Brandenburg-Briest Ost, die auf dem Gemeindegebiet der Stadt Brandenburg realisiert werden sollen, gehen demnach  an die Luxara GmbH. Mit dem Bau der insgesamt 60 Megawatt sei umgehend begonnen worden, teilte Q-Cells weiter mit. Den seit Oktober im Bau befindliche Solarpark auf der Gemarkung Briest-Havelsee mit rund 31 Megawatt Photovoltaik-Leistung habe die MCG Group erworben. Bis zum Jahresende sollen alle drei Photovoltaik-Kraftwerke, die sich über eine Fläche von etwa 200 Hektar erstrecken, am Netz sein. Insgesamt zählt es zu den größten Projekten in Europa. 

Für Q-Cells ist die abgeschlossene Entwicklung sowie der Verkauf nach eigenen Angaben ein weiterer Erfolg seines Geschäfts mit großen Photovoltaik-Anwendungen. Insgesamt habe das Unternehmen weltweit Projekte mit 460 Megawatt Photovoltaik-Leistung in diesem Bereich realisiert. Anfang des Jahres übergab Q-Cells seinen bislang größten Solarpark mit rund 82 Megawatt Kapazität in Finsterwalde an Investoren. Weitere Großprojekte realisierte das Photovoltaik-Unternehmen in diesem Jahr in Zerbst und dem norddeutschen Ammerland. Letzterer ist der größte Solarpark Q-Cells mit seinen CIGS-Dünnschichtmodulen der Tochter Solibro. Allein die Berliner MCG Group habe in den vergangenen zwölf Monaten mehrere Photovoltaik-Kraftwerke von Q-Cells mit einem Investitionsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro erworben. Neben den Projekten in Deutschland setzt Q-Cells aber auch auf ausländische Märkte. In der jüngsten Vergangenheit konnte das Photovoltaik-Unternehmen aus Bitterfeld-Wolfen etwa Aufträge aus Kalifornien und Ontario vermelden. (Sandra Enkhardt)