Solarvalue sucht weiter nach Investoren

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Die Solarvalue AG sucht weiter nach Investoren, um ihr Unternehmen vor der Pleite zu bewahren. Es würden „Gespräche mit potentiellen Partnern und möglichen Investoren“, teilte das Berliner Photovoltaik-Unternehmen mit. Allerdings seien die Gespräche schwierig und das Geld werde langsam knapp. Als Knackpunkte der Gespräche nannte Solarvalue drei Themengebiete, die von den potenziellen Investoren eher kritisch gesehen würden. So sei aufgrund des erwarteten Überangebots von eher weiter fallenden Siliziumpreisen auszugehen. Selbst bei optimistischeren Prognosen für das Photovoltaik-Wachstum weltweit sei mittelfristig nur von einem geringen Nachfragewachstum bei Silizium auszugehen, sagte Solarvalue-Vorstand Christian Bornhauser. Kleine Hersteller hätten daher derzeit nur geringe Marktchancen. Zum zweiten bestünden aus Investorensicht techische Risiken der Skalierung beim Aufbau einer industriellen Siliziumfertigung. Als letzter Punkt nannte der Solarvalue-Vorstand die Skepsis, ob Solarzellen aus metallurgischem Silizium langfristig hohe Qualität bieten würden. „In Verbindung mit den bereits genannten Unsicherheiten war bisher keiner unserer Gesprächspartner bereit, in die Fortführung unserer Aktivitäten zu investieren“, so Bornhauser weiter. Die Zeit laufe nun gegen Solarvalue. Dem Photovoltaik-Unternehmen bleiben nur noch wenige Tage für die Investorensuche: Am 16. November  sollen die Aktionäre über eine Auflösung der Gesellschaft abstimmen. (Sandra Enkhardt)