Photovoltaik-Industrie kämpft mit Preisdruck

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Die Hersteller von Photovoltaik-Komponenten müssen binnen Jahresfrist mit deutlich sinkenden Gewinnen rechnen. Die Einnahmen werden um etwa 70 Prozent niedriger liegen als im vierten Quartal 2010, wie aus einer aktuellen Analyse von IMS Research hervorgeht. Davon betroffen seien alle Bereiche der Photovoltaik-Industrie, also die Hersteller von Silizium-, Wafer-, Zell-, Modul- und Wechselrichter-Komponenten. Grund dafür seien die drastisch gesunkenen Preise im Jahr 2011. Allerdings sei im vierten Quartal 2011 wieder mit einem leichten Anstieg der Margen und Gewinn zu rechnen. IMS Research prognostiziert gegenüber dem dritten Quartal eine leichte Erholung um etwa zehn Prozent. Allerdings würden die Gewinne und Bruttomargen der Photovoltaik-Unternehmen weiterhin deutlich unter Vorjahresniveau liegen.

Der Hauptanteil der Gewinne unter den Photovoltaik-Komponenten-Herstellern liege mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent trotz des enormen Preisdrucks weiterhin bei den Modulproduzenten. Demgegenüber könnten die Siliziumproduzenten mit durchschnittlich mehr als 30 Prozent die höchsten Bruttomargen verzeichnen. Zugleich seien ihre Gewinne nicht halb so hoch wie die der Modulhersteller, so die Analyse von IMS Research. Sie kämen auf einen Anteil von 19 Prozent, was daran liege, dass sie insgesamt deutlich weniger Umsatz machten. Auch die Bruttomargen der Wechselrichter-Hersteller seien trotz Überkapazitäten und sinkender Preise weiterhin gut. Sie können IMS Research zufolge rund 17 Prozent der Gewinne im laufenden Jahr generieren. Ein Grund dafür liege auch darin, dass sich in diesem Bereich –im Gegensatz zum Modulmarkt – die chinesischen Unternehmen noch keine großen Marktanteile gewinnen konnten. 

Im kommenden Jahr ist zunächst auch keine Besserung in Sicht. IMS Research erwartet für das erste Quartal weiter sinkende Margen und Gewinne der Photovoltaik-Komponentenhersteller. (Sandra Enkhardt)

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