SMA will sich von 1000 Zeitarbeitern trennen

Die SMA Solar Technology will bis Ende des Jahres seine Strukturen umbauen. Wir wollen "ein Schnellboot bleiben und unsere Schlagkraft weiter erhöhen", sagte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Das Unternehmen werde seine Struktur von einer funktionalen in eine divisionale Organisation ändern, um besser und schneller auf Kundenwünsche reagieren zu können. Bis Jahresende wolle der Photovoltaik-Wechselrichterhersteller auch seine Produktionskapazitäten von derzeit 11,5 Gigawatt anpassen. Bis dahin werde sich SMA dann „stufenweise von 1000 Zeitarbeitnehmern trennen“, sagte Urbon laut Bericht weiter. Dies ist mehr als ein Sechstel der Gesamtbeschäftigten bei SMA Ende Juni .

Grund für die Einschnitte und Veränderungen seien die anhaltend schwache Nachfrage auf den Photovoltaik-Märkten. Der SMA-Vorstandssprecher rechnet nun auch nicht mehr mit einem deutlichen Anstieg zum Jahresende, wie er dem „Handelsblatt“ sagte. Außerdem mache dem Photovoltaik-Wechselrichterhersteller auch die wachsende Konkurrenz zu schaffen. Analysten gehen davon aus, dass die Margen bei SMA erheblich zurückgegangen sind. Seine Umsatz und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr hatte das Unternehmen aus Hessen bereits Mitte September angepasst. Mit Bosch kündigte jüngst ein etabliertes Unternehmen an, künftig auch Wechselrichter anbieten zu wollen. (Sandra Enkhardt)