Solar Millennium verkauft US-Projektpipeline an Solarhybrid

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Die Solar Millennium AG hat ihre Photovoltaik-Großprojekte im Südwesten der USA an die Solarhybrid AG verkauft. Das Geschäft umfasse den Bau von Kraftwerken in Blythe mit einer Gesamtleistung von 2,25 Gigawatt, teilte das Erlanger Unternehmen mit. Die Einigung sei in der Nacht erfolgt. Die Vereinbarung sehe vor, dass Solar Millennium neben den gesamten US-Projektinvestitionen einen maßgeblichen Anteil am Gewinn bei Realisierung der Photovoltaik-Kraftwerke erhalte. Noch in diesem Monat sei mit einem Abschluss der Verhandlungen zu rechnen, hieß es weiter. Überdies habe Solarhybrid bereits erste Zahlungen auf den Kaufpreis geliefert. Allerdings stehe der Verkauf noch unter dem Vorbehalt einer positiven Due Diligence-Prüfung durch Solarhybrid. Zu den genauen Kaufbedingungen wurde Stillschweigen vereinbart.

Am Nachmittag teilte der Aufsichtsrat von Solar Millennium mit, dass nach der Restrukturierung des US-Geschäfts der Vorstandsvorsitz des Unternehmens neu geordnet wird. Christoph Wolff legte das Amt des Vorstandsvorsitzenden "in bestem Einvernehmen mit sofortiger Wirkung" nieder und steht dem Unternehmen weiter beratend zu Seite, wie es hieß. Das bisherige Vorstandsmitglied Jan Withag sei zum neuen Vorstandschef berufen worden. Im Aufsichtsrat werde zudem Marc Van Herreweghe die Position von Hannes Kuhn einnehmen, der Ende September alle Mandate aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte, hieß es weiter.

Die Tochtergesellschaft Solarhybrid USA LLC soll als Generalunternehmer die Entwicklung, den Komponenteneinkauf und den Bau der Photovoltaik-Kraftwerke in den USA übernehmen. Baustart für das erste US-Projekt im kalifornischen Blythe soll voraussichtlich 2013 sein. Das Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von einem Gigawatt soll in Teilabschnitten von je 250 Megawatt realisiert werden, wie es weiter hieß. Solar Millennium will mit dem Verkauf der US-Projektpipeline die Rückkehr zu seinem Kerngeschäft forcieren. Dieses umfasst den Bau neuer Solarthermie- und Hybridkraftwerke in Europa, Asien, Nordafrika und Lateinamerika. (Sandra Enkhardt)

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