Solon-Chef warnt vor Insolvenz

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"Es war insgesamt ein katastrophales Halbjahr – nicht nur für Solon, sondern für die ganze Branche", sagt Solon-Chef Stefan Säuberlich in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe). Er bekräftigt, dass Solon nun sein Restrukturierungsprogramm angesichts der hohen Verluste "schneller und aggressiver" umsetzen will. Es gehe darum, wieder aus der Verlustzone rauszukommen. Dafür müssten die viel zu hohen Fixkosten rasch reduziert werden. Er  kündigte auch einen Personalabbau in der Verwaltung an, zugleich solle aber der Vertrieb aufgestockt werden.

Säuberlich sagt weiter, dass die Gespräche mit den Banken "gut und konstruktiv" verliefen. Dabei geht es um die Verlängerung eines Kredits über 275 Millionen Euro. "Ich habe den Gläubigern zuletzt den Zeitplan für unseren Restrukturierungsplan vorgestellt. Unsere Bemühungen zielen darauf ab, dass wir uns im vierten Quartal auf eine Verlängerung des Kredits verständigen können. Gelingt das nicht, wäre es das Ende für Solon", so der Vorstandschef weiter. Ob das Land Berlin seine Bürgschaft in Höhe von 146 Millionen Euro für das Photovoltaik-Unternehmen verlängere, hänge zudem von der Einigung mit den Banken an, so Säuberlich. (Sandra Enkhardt)