Italiens Solarbranche kommt nicht zur Ruhe

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Die erneuten Spekulationen über die Solarförderung in Italien bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die Photovoltaik-Branche. Mit den Aussagen, dass die italienische Regierung in ihrem neuen Sparplan Kürzungen der Einspeisevergütungen für Photovoltaik ab 2012 um 30 Prozent plant, habe eine Panik in der Industrie ausgelöst, sagt Valerio Natalizia, Präsident des italienischen Photovoltaik-Verbands ANIE/GIFI. „Viele Betreiber haben entschieden, nicht zu investieren.“ Dabei habe der Photovoltaik-Sektor bereits eine viermonatige Dürrezeit hinter sich, so Natalizia. Nach dem Dekret der Regierung vom 3. März, als sie beschloss die Förderung erneuerbarer Energien neu zu regeln, sei der Photovoltaik-Markt weitgehend zum Erliegen gekommen. In den Monaten danach sei es zu zahlreichen Insolvenzen sowie Entlassungen in der Solarbranche Italiens gekommen. Nun sei mit der Ankündigung der Regierung neue Unruhe entstanden. Der Photovoltaik-Verband forderte die Regierung daher auf, sich klar zum Ausbau erneuerbarer Energien zu bekommen. „Der Sektor braucht Stabilität und Sicherheit“, so Natalizia weiter. Zumal nach dem Referendum in Italien gegen die Nutzung der Atomkraft der Photovoltaik eine noch größere Bedeutung zukommt.

Die zuständigen Minister für Wirtschaft und Umwelt,  Paolo Romani und Stefania Prestigiacomo, hatten kurz nach Bekanntwerden der Sparpläne beteuert, dass es keine neuerlichen Kürzungen bei den Einspeisevergütungen für Photovoltaik ab 2012 geben wird. In einem Entwurf des Gesetzes, der dem Staatspräidenten Giorgio Napolitano zugeleitet worden ist, seien diese Einschnitte auch nicht mehr enthalten. Trotzdem seien die Bedenken in der Solarbranche weiterhin hoch, dass es über das im Mai beschlossene Conto Energia IV hinaus weitere Absenkungen bei der Photovoltaik-Vergütung geben könnte, so die Einschätzung des Verbands ANIE/GIFI. Nach der Neuregelung habe sich der Markt in den vergangenen Wochen wieder langsam erholt. Dieser Trend sei nun aber wieder gefährdet. (Sandra Enkhardt)

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