Erfahrungsaustausch für bessere Wettbewerbsfähigkeit

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Der Kostendruck für die europäischen und deutschen Hersteller von Solarmodulen ist enorm. Dies wurde während eines Workshops von PV Experts in Berlin deutlich. Häufig sind die Photovoltaik-Hersteller im Gegensatz zur chinesischen Konkurrenz nicht voll integriert und müssen die Qualitätsansprüche und Anpassungsprozesse ihrer Produktion an neue Materialien und Maschinen mit einer „geringen Gewinnmarge stemmen“, wie Alexander Blauärmel von Aleo Solar berichtete. Eine wichtige Möglichkeit im Wettbewerb zu bestehen ist deshalb eine verbesserte Kooperation und ein verbesserter Erfahrungsaustausch mit Zulieferern sowie eine intensivere Zusammenarbeit der Modulhersteller untereinander.

Der Workshop von PV Experts gab hierzu etliche praktische Impulse, zum Beispiel im Bereich der Einkapselungsmaterialien. So zeigte sich während der Workshop-Diskussionen, dass eine Optimierung der Verkapselung der Modulanschlussdosen nötig ist. Materialhersteller wie Lanxess und Modulhersteller wie Solon wollen sich nun hierzu verstärkt austauschen, wie Nande von Aken, Director Production Engineering bei Solon SE und Michael Herrmann, Manager Technical Service bei Lanxess Deutschland GmbH als Ergebnis des Workshops erklärten. Ein weiterer praktischer Schritt ist der Aufbau einer Einkaufs- und Vertriebsgemeinschaft für kleinere deutsche und europäische Modulhersteller. PV Experts wollen diese Idee nun konkret vorantreiben, „auch um unseren eigenen Kunden das Überleben zu sichern“, wie Thomas Schmidt erklärte. (Hans-Christoph Neidlein)