ISE entwickelt großflächiges Farbstoffsolarmodul

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Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg hat das nach eigenen Angaben weltweit größte Farbstoffsolarmodul in Siebdruck entwickelt. Der Prototyp habe eine Größe von 60 mal 100 Zentimetern, teilten die Wissenschaftler mit. Dies sei ein wichtiger Schritt in Richtung industrielle Umsetzung. In ausgedehnten Versuchsreihen sei es gelungen, funktionsfähige Prototypen von großflächigen Farbstoffsolarmodulen auf Glas herzustellen. Die aufwändige externe Verschaltung von Submodulen entfalle damit. „Wir haben damit eine wesentliche Voraussetzung für die kostengünstige Aufskalierung und damit auch für die industrielle Umsetzung geschaffen«, sagte der Freiburger Wissenschaftler Andreas Hinsch. Die Herstellung weiterer Photovoltaik-Module werde folgen. Diese sollen dann in Demonstrationsprojekten zum Einsatz kommen. Damit ist den Forschern zufolge ein wichtiger Schritt in Richtung Pilotfertigung getan. Das Fraunhofer ISE befasse sich daher auch bereits mit Plänen für eine Ausgründung, um erste Demonstrationsanwendungen realisieren zu können.

Das ISE stellt die Farbstoffsolarmodule im sogenannten »Meander-Design« her, wie es weiter hieß. Diese langzeitstabile Versiegelung erfolge durch ein ebenfalls im Siebdruck aufgebrachtes Glaslot. Die Solarmodule sollen vor allem für gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anwendungen genutzt werden. Bei einer Größe der Farbstoffsolarmodule von zehn mal zehn Zentimetern erzielten die Freiburger Wissenschaftler jüngst einen Wirkungsgrad von 7,1 Prozent auf der aktiven Fläche. Die Arbeiten am Fraunhofer ISE zu Farbstoffsolarmodulen werden im Rahmen von Verbundprojekten durch das Bundesforschungsministerium, die Europäische Kommission und das Umweltministerium Baden-Württemberg gefördert. (Sandra Enkhardt)

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