Conergy setzt Entschuldung fort

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Die Conergy AG setzt ihren Restrukturierungskurs weiter fort. Nun zeigte der Vorstand des Photovoltaik-Unternehmens an, dass ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals eingetreten sei. Auf unbestimmte Zeit verzichte der Conergy-Vorstand auf bestehende Darlehensforderungen gegenüber in- und ausländischen Tochtergesellschaften, heißt es in einer Verlustanzeige des Photovoltaik-Unternehmens. Der Verlust zum 31.12.2010 belaufe sich wegen der der konkreten Entschuldungsmaßnahmen bei den einzelnen Tochtergesellschaften auf etwa 190 Millionen Euro. Aus diesem Grund berief der Vorstand nun eine außerordentliche Hauptversammlung für den 25. Februar in Hamburg ein. Die Tagesordnung dazu werde in den kommenden Tagen veröffentlicht, hieß es weiter. Nach der Veröffentlichung der Verlustanzeige wurde der Handel von Conergy-Aktien an der Börse vorübergehend ausgesetzt.

Auf der Hauptversammlung will der Vorstand eine Herabsetzung des Grundkapitals der Gesellschaft von 400 auf 50 Millionen Euro vorschlagen. Außerdem solle eine Kapitalerhöhung von bis zu 188 Millionen Euro beschlossen werden, hieß es weiter. Auf diese Maßnahmen verständigten sich die Kreditgeber des Photovoltaik-Unternehmens kurz vor Weihnachten, nachdem ein Gutachten Conergy im November eine Überschuldung attestiert hatte. Im Zuge der Entschuldung werden die Hedge-Fonds York Capital und Sothic Capital einen größeren Einfluss auf das Unternehmen erhalten und voraussichtlich mehr als die Hälfte der Aktien innehaben. (Sandra Enkhardt)

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