Gefährliches Geklapper

Leser: Mein Photovoltaik-Anlagenbauer hat alle Kabel zu den Modulen lose auf dem Dach hängen lassen. Er sagt, es sei unüblich, die losen Kabel zu befestigen. Stimmt das?

Falsch verlegte Kabel sind für Gutachter von Photovoltaikanlagen ein oft wiederkehrendes Ärgernis. Viele Aspekte beim Bau einer Anlage sind durch Normen geregelt, für die Verlegung der Kabel gibt es aber keinen Standard. Das ist erstaunlich, denn falsch verlegte Kabel können genauso zu Ertragseinbußen führen wie nicht funktionierende Module.

Aber auch wenn es keine Norm gibt, müssen Solarkabel verwendet werden. Sie müssen nach den „anerkannten Regeln der Technik“, wie sie in Standardwerken beschrieben sind, mit schwarzen, UV-beständigen Kabelbindern an die Unterkonstruktion befestigt werden.

Für die Befestigung sprechen mehrere Argumente. Wenn der Wind über das Dach pfeift, werden sich nicht befestigte Kabel bewegen. Wenn die Kabel auf rauen Dachsteinen aufliegen, können sie durchscheuern. Das führt dann unter Umständen nicht nur zu Ertragseinbußen, sondern kann sogar den Installateur gefährden, der im Nachhinein den Aufbau in Ordnung bringt. Denn die Module arbeiten auch dann noch, wenn die Drähte blank liegen. Außerdem macht ein Kabel, das auf dem Dach scheuert oder gegen ein Montagegestell pendelt, Lärm. Auch können sich auf dem Dach leicht Pfützen bilden, wenn sich Laub angesammelt hat. Die Kabel und Stecker sind nämlich für den Betrieb im Freien vorgesehen, nicht aber für solch einen Unterwassereinsatz.

Einige Hersteller haben das Problem erkannt und bieten Montagegestelle mit speziellen Vorkehrungen zur Kabelverlegung an.

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Leserfragen

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