US-Regierung beschließt direkte Förderung

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Mit etwa drei Milliarden Dollar will die US-Regierung den Bau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen fördern. Anstelle von Steuernachlässen werde es nun direkte Zahlungen für insgesamt rund 5000 neue Anlagen geben, teilten die Ministerien für Finanzen und Energie am Donnerstag mit. Mit den bestehenden Förderprogrammen habe die US-Regierung den Ausbau von Photovoltaik-, Wind- und Biomasseanlagen nicht mehr ausreichend vorantreiben können. Steuervorteile seien für viele Energieversorger nicht mehr attraktiv, um ihre Anlagen zu realisieren. Die Unternehmen bräuchten dringend frisches Kapital für Investitionen. Dies werde über das neue Programm nun unterstützt. Es werde direkte Zahlungen des Finanzministeriums an Unternehmen geben, die Erneuerbare-Energien-Anlagen planen und betreiben. Die Förderung soll rückwirkend zum 1. Januar 2009 gezahlt werden.

Mit dem neuen Programm, das aus dem staatlichen Konjunkturpaket finanziert wird, verfolgt die Regierung gleich mehrere Ziele. Sie wolle die Wirtschaft vor allem im ländlichen Raum in Schwung bringen, sagte US-Finanzminister Timothy Geithner. Zum anderen leiste die USA damit einen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz und mindere die Abhängigkeit des Landes von Ölimporten. Ziel sei es, den Kapazität von Anlagen, die ihre Energie aus erneuerbarer Quellen speisen, in wenigen Jahren zu verdoppeln, sagte US-Energieminister Steven Chu.

Seit Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Investitionen in erneuerbare Energien in den USA deutlich zurückgegangen. Das Hauptproblem sei die Finanzierung der Projekte. Nach staatlichen Angaben sind im Jahr 2006 ungefähr 550 Millionen Dollar in Form von Steuervorteilen an 450 Unternehmen geflossen.(Sandra Enkhardt)

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