In der Spirale

„Billig“ zieht bei vielen deutschen Kunden. Nicht von ungefähr gilt Deutschland als das Land der Schnäppchenjäger: Wo Discounter den Handel dominieren, Rabatte das Werbemittel der Wahl sind und Geiz geil ist, sind niedrige Preise oft entscheidend für einen Kauf. Was die Kunden freut, hat für die Anbieter eine wenig erfreuliche Kehrseite: Die Preisspirale ist kaum zu stoppen. Diese Erfahrung macht gerade die Solarbranche, wie die aktuelle photovoltaik-Umfrage zeigt. Denn der Preisverfall, der seit Monaten auf dem Photovoltaikmarkt zu beobachten ist, führt dazu, dass sich alle bei der Preisstellung links und rechts überholen – unter Umständen werden sogar Zwischen- oder Großhändler um- oder übergangen, um möglichst billige Produkte anbieten zu können. Als besonderes Problem beklagen die Handwerker, dass ihnen die Endkundenpreise vorgegeben werden. Außerdem würden häufig Preiszusagen nicht erfüllt beziehungsweise alte und nicht mehr markttaugliche Preisstellungen aufrechterhalten.

1. Preisverfall

2. Händler werden um-/übergangen

3. Vorgegebene Endkundenpreise im Handwerk

4. Marktuntaugliche Preisstellungen

5. Preiszusagen werden nicht eingehalten