Solon senkt wegen Finanzkrise seine Prognose

Das Berliner Solarunternehmen Solon hat als Reaktion auf die Krise an den Finanzmärkten seine Prognose für 2008 und 2009 gesenkt. Wegen der „veränderten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ habe das Management „aus Vorsichtsgründen“ die Prognose angepasst, heißt es zur Veröffentlichung des Zwischenberichts. Erste Auswirkungen der Finanzkrise auf das Investitionsklima und auf die Nachfrage nach Photovoltaik-Produkten seien bereits zu verzeichnen.

Dennoch sei Solon 2008 weiter stark gewachsen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte um 84 Prozent auf knapp 50 Millionen Euro gesteigert werden. Der Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf 637 Millionen Euro. Ein Anstieg um 91 Prozent, wie Solon mitteilte. Mehr als 80 Prozent des Umsatzes habe das Unternehmen im Ausland – vor allem in Spanien und Italien – generiert. Insgesamt sei der Ausbau der Produktionskapazitäten in Deutschland, Italien und den USA auf 500 Megawatt bis zum Jahresende so gut wie abgeschlossen.

Nach Bekanntgabe der Zahlen verlor die Aktie von Solon bis zu einem Viertel ihres Wertes an der Börse und war der größte Tagesverlierer im Dax. Für 2008 erwartet das Unternehmen nun einen Konzernumsatz von bis zu 850 Millionen Euro. Für das kommende Jahr streben die Berliner trotz des schwierigeren Marktumfeldes eine Steigerung des Umsatzes auf mehr als eine Milliarde Euro an.(SE)