Der Elektrolyseur soll eine Leistung von 8,75 Megawatt haben. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2022 geplant. Mit den jährlich bis zu 1350 Tonnen grünen Wasserstoffs sollen Abnehmer in Nordbayern, Thüringen und Tschechien versorgt werden.
Die Ladeleistung des neuen Produkts liegt bei bis zu 300 Kilowatt, der Spannungsbereich bei bis zu 1.000 Volt. Siemens verspricht einen Wirkungsgrad von 96 Prozent.
Siemens hat die Modernisierung im „Bergkristall“ vorgenommen. 48 Bleibatterien sind dabei durch 14 Lithium-Ionen-Batterien ersetzt worden.
Der japanische Technologieriese und der deutsche Energiekonzern sind dem Beispiel von General Electric gefolgt und haben versprochen, keine neuen Aufträge für Kohlekraftwerke mehr anzunehmen. Bestehende Verpflichtungen will Siemens Energy allerding noch erfüllen, dazu die Lieferung von Dampfturbinen nach Indonesien für ein neues Kohlekraftwerk mit zwei Gigawatt Leistung.
Das Projekt bringt neben dem Bierbrauer noch eine Reihe weiterer Unternehmen zusammen, vom Lieferanten des Batteriespeichers bis hin zum Vermarkter und Betreiber virtueller Kraftwerke. Durch eine ausgeklügelte Steuerung des Speichers zielen die Architekten dieser Lösung darauf ab, den Energieverbrauch und den Kohlenstoffausstoß der Getränkefabrik zu senken.
In Wildpoldsried können private Anlagenbesitzer ihren Photovoltaik-Strom sowie Flexibilitäten von Batteriespeichern oder Wärmepumpen jetzt direkt an lokale Verbraucher vermarkten. Möglich macht das ein Blockchain-Projekt von Siemens und dem Allgäuer Überlandwerk.
Eine Absichtserklärung der beiden Tochterunternehmen Energy und Mobility offenbart, dass nun auch Siemens in die Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Zügen einsteigt.
Calibrant Energy soll Kunden umfassende Energy-as-a-Service-Lösungen ohne Vorlaufkosten bieten. Das Portfolio umfasst Photovoltaik- und integrierte Speicherlösungen sowie Hybridsysteme, Microgrids oder Kraft-Wärme-Kopplung.
Das Spin-off des Münchner Konzerns entstand im Zuge der strukturellen Neuausrichtung „Vision 2020+“. Rund 65 Prozent der Anteile hat die Siemens AG bereits abgegeben, weitere sollen folgen.
Die Anlage in Wunsiedel soll ausschließlich mit Solar- und Windstrom betrieben werden. Siemens arbeitet dabei mit lokalen Partnern zusammen.