In der Projektpipeline des Bremer Projektierers spielen Stromabnahmeverträge (PPAs) eine immer wichtigere Rolle. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen weiteres PPAs im Photovoltaik-Bereich abschließen.
Das deutsche Photovoltaik-Unternehmen hat bereits mit dem Bau von „Don Rodrigo 2“ begonnen. Das Projekt hat 50 Megawatt Leistung und entsteht in der Nähe von Sevilla. Statkraft wird den dort erzeugten Strom zwölf Jahre lang abnehmen.
Enovos will den Strom der Vier-Megawatt-Anlage von Centrica Energy Trading an Industriekunden und Stadtwerke verkaufen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren.
Der Boom wird nicht nur vom Kampf gegen den Klimawandel getrieben, sondern auch von der gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit von Photovoltaik- und Windkraftanlagen, wie es in einer Studie von Wood Mackenzie und dem Windverband AWEA heißt. In den USA sind die Konzerne damit ein wichtiger Markttreiber für den weiteren Ausbau bis 2030.
Das deutsche Unternehmen hat sich bereits Projektrechte für Photovoltaik-Anlagen mit 200 Megawatt gesichert. Weitere 100 Megawatt sollen bis Ende August folgen.
Die Photovoltaik-Freiflächenanlage hat eine Leistung von 1,5 Megawatt. Der dort erzeugte Solarstrom wird an Axpo Deutschland verkauft. Mit dem Solarpark will Maxsolar Erfahrungen sammeln, wie sich komplexe PPA-Projekte am besten umsetzen lassen.
Die beiden Photovoltaik-Unternehmen haben einen langfristigen Stromvertrag für ein Photovoltaik-Kraftwerk mit etwa 121 Megawatt Leistung geschlossen. Es ist bereits der zweite für einen Solarpark in Spanien.
Das Schweizer Unternehmen Aventron wird den Solarstrom aus dem Photovoltaik-Kraftwerk mit etwa 50 Megawatt für die kommenden fünf Jahre an den norwegische Energieversorger verkaufen. Der Solarpark soll komplett ohne staatliche Förderung gebaut und betrieben werden.
Dieser Stromliefervertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Es ist einer der größten PPAs in Europa – gemessen am Produktionsvolumen der Photovoltaik-Anlagen. Es sollte nicht das letzte PPA sein, der von der SNCF-Gruppe unterzeichnet wurde.
Zukünftige Strommarkterlöse erlangen für die Bewertung und Finanzierung von Photovoltaik-Projekten immer größere Bedeutung. Dies betrifft nicht nur förderfreie PV-Großprojekte, die bereits jetzt in Deutschland jenseits der Zehn-Megawatt-Grenze des EEG entwickelt werden, sondern auch wieder zunehmend EEG geförderte Freiflächenanlagen, wie eine Kurzanalyse von Ausschreibungsergebnissen und die PV-Referenzstudie der energiewirtschaftlichen Beratungsgesellschaft Enervis zeigt.