Zum Jahresende steigt der Marktwert des Stroms aus Photovoltaik-Anlagen wieder. Er lag knapp über den Marktwerten Wind auf See und an Land.
Die 6,980 Cent pro Kilowattstunde sind nach Januar und Februar der dritthöchste Wert, der sich mit Strom aus Photovoltaik-Anlagen in diesem Jahr bisher erzielen ließ. Beim Marktwert Wind an Land hinterließ das stürmische Wetter Spuren. An 199 Viertelstunden im Oktober war der Strompreis negativ.
Gegenüber Mai und Juni hat sich der Marktwert Solar im Juli etwa verdreifacht. Es fielen auch lediglich zwölf Stunden mit negativen Börsenstrompreisen an.
Mit 1,843 Cent pro Kilowattstunde lag der Marktwert Solar nochmals niedriger als im Mai, als er bereits die Marke von 2 Cent pro Kilowattstunde unterboten hat. Auch der durchschnittliche Spotmarktpreis und die Marktwerte für Wind an Land und auf See gingen im Juni weiter zurück.
Im März lag der Marktwert Solar noch bei 5,03 Cent, im Februar bei 11,10 Cent pro Kilowattstunde. Der durchschnittliche Strompreis am Spotmarkt betrug im April 7,79 Cent pro Kilowattstunde.
Der Abstand zwischen dem Marktwert Solar und den Einnahmen vertikaler Anlagen wächst und liegt inzwischen bei plus 28 Prozent, wie Next2Sun auf der The smarter E Europe berichtet. Um diesen Vorteil weiter auszubauen und damit in europäischen und internationalen Projekten zu punkten, hat das Unternehmen nun einen exklusiven Liefervertrag mit Huasun für Module abgeschlossen, die auf den Betrieb in vertikalen Anlagen zugeschnitten wurden. Die Module haben 95 Prozent Bifazialität und 570 Watt Leistung.
Den Marktwert Solar für den vergangenen Monat geben die Übertragungsnetzbetreiber mit 5,027 Cent pro Kilowattstunde an. An 30 Stunden im März lag der Börsenstrompreis im negativen Bereich.
Der Marktwert Solar erhöhte sich damit weiter gegenüber dem Vormonat und lag auch deutlich höher als vor Jahresfrist. Negative Strompreise gab es im Januar nur zu Neujahr.
Zum Jahresende hat der Marktwert Solar damit den höchsten Wert erreicht und lag höher als der durchschnittliche Spotmarktpreis. Auch im Dezember gab es nochmal Phasen mit negativen Strompreisstunden.
Nach Berechnungen von Agora Energiewende lag die relative Marktwertigkeit von Solarstrom im erzeugungsgewichteten Jahresmittel 2024 bei 60 Prozent des durchschnittlichen Börsenpreises – im Vorjahr waren es noch 76 Prozent. Die Analyse zeigt auch, dass sich Dunkelflauten kaum auf die Verbraucherpreise auswirken.