Die Forscher haben ihre Studie aus dem Jahr 2017 aktualisiert, die damals zur Entscheidung beitrug, bis 2038 aus der Kohleverstromung auszusteigen. Die Aktualisierung soll nun zu einer faktenbasierten und transparenten Debatte über einen beschleunigten Kohleausstieg, wie in die Ampel-Regierung plant, beizutragen.
Mit dem Kohleausstiegsgesetz wurde zwar festgelegt, wie viel Geld für den Strukturwandel fließen soll, allerdings bleiben bei der Verteilungsstrategie noch Fragen offen. Ein Thema dem sich eine Projektkonsortium aus drei Partnern angenommen hat. Aus den Erkenntnissen und dem Dialog mit den Unternehmen und Entscheidungsträgern in den Region konnten zehn Handelungsempfehlungen aufgestellt werden.
Der Monitoringbericht der obersten Netzbehörde in Deutschland zeigt, was die Energiewende im Jahr 2020 geleistet hat. Kohle- und Kernkraftwerksabschaltungen führten dazu, dass die größten fünf Versorger immer weniger Marktanteile auf sich konzentrierten. Die Erneuerbaren machten im Jahr 2020 rund 45 Prozent des Marktes aus.
Green Planet Energy hat konkrete Vorschläge vorgelegt, mit denen sich rund ein Drittel der kohlebedingten CO2-Emissionen bis 2038 einsparen ließen. Ein höheres Tempo beim Kohleausstieg soll dabei zugleich Planungssicherheit für Investitionen in Photovoltaik, Windkraft und Co. sowie in neue Gaskraftwerke schaffen.
Einem Übersichtspapier zu den Sondierungspositionen zufolge sehen SPD, Grüne und FDP drohenden Widerstand bei der Union, wenn es um die Einführung einer gewerblichen Photovoltaik-Pflicht geht. Dagegen besteht große Einigkeit beim Ziel, die EEG-Umlage während dieser Legislaturperiode abzuschaffen. In mehreren Medien ist übereinstimmend vom Jahr 2023 die Rede. CDU/CSU verfolgen dieses Ziel ebenfalls, was politisch und rechtlich die Umsetzung vereinfachen würde. Das allerdings gilt nicht für alle Ziele der Ampel-Fraktionen wie beispielsweise die Photovoltaik-Pflicht.
Das Fraunhofer ISE, das Forschungszentrum Jülich und der Anlagenhersteller Sunfarming errichten auf einer knapp zwei Hektar großen Ackerfläche eine Forschungs- und Demonstrationsanlage. Das „Innovationslabor APV 2.0“ entsteht im ursprünglich geplanten Abbaugebiet des Tagebaus Hambach.
Die Erlöse sollen in Photovoltaik- und Windprojekte sowie in den Bau von Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge fließen. Parallel dazu begab der Energiekonzern eine weitere Nachranganleihe über 500 Millionen Euro, die allgemein die Umsetzung der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensstrategie finanzieren soll.
Angesichts von stabilen CO2-Preisen über der Marke von 50 Euro pro Tonnen im europäischen Emissionshandel kämpfen bereits viele Betreiber von Kohlekraftwerken mit einem wirtschaftlichen Betrieb ihrer Anlagen. Ein vorzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung müsste ein Zubau sowohl bei Gaskraftwerken als auch bei Photovoltaik, Windkraft und Co. erfolgen, um den höheren Strombedarf verlässlich zu decken. Sie könnten dabei von deutlichen Strompreissteigerungen proftieren.
Das im Klimaschutzgesetz formulierte neue Sektorziel der Energiewirtschaft für 2030 kann dem Berliner Beratungsunternehmen zufolge lediglich mit einem vorgezogenen Kohleausstieg erreicht werden. Allerdings könnten nur Stromspeicher verhindern, dass überschüssiger Strom aus erneuerbaren Quellen in anderen Sektoren zur Emissionsminderung genutzt und die CO2-Reduktion im Strombereich verlangsamt wird.
Man kann es auch so machen wie Wirtschaftsminister Peter Altmaier: Er bekam für sein sogenanntes Klimaschutzgesetz aus dem Jahr 2019 vom Bundesverfassungsgericht eine schallende Ohrfeige und bedankte sich anschließend noch dafür mit einer Lobeshymne auf das Urteil aus Karlsruhe. Dieses Urteil sei „groß und bedeutend“ sowie „epochal für den Klimaschutz und für die Rechte der jungen Generation. […]