Borussia Dortmund will auf seinem Stadiondach 11.000 Photovoltaik-Module von JA Solar installieren. Der European Solar Manufacturing Council (ESMC) kritisiert die Wahl des Lieferanten massiv – mit Verweis darauf, dass der Hersteller wegen Verbindungen zu Zwangsarbeit vom US-Markt ausgeschlossen sei.
Der Fußballclub kooperiert dabei mit dem chinesischen Modulhersteller JA Solar sowie mit RWE. Die um einen Batteriespeicher ergänzte Anlage soll vier Gigawattstunden Strom für den Eigenverbrauch des Vereins liefern. Auf dem Wiener Ernst-Happel-Stadion ist derweil eine nur etwas kleinere Photovoltaik-Anlage in Betrieb gegangen.
Der französische Photovoltaik-Hersteller Carbon ist derzeit in ein Patentverfahren mit JA Solar verwickelt, bei dem es um tunnelnde Siliziumoxidschichten (SiO2), dotierte Polysiliziumschichten und Elektroden in Topcon-Produkten geht.
Der chinesische Photovoltaik-Hersteller hat zwei Patentklagen gegen Astronergy vor dem Unified Patent Court (UPC) eingereicht. Die Verfahren beziehen sich auf die tunnelnden Siliziumoxidschichten (SiO2), die dotierte Polysiliziumschicht und die Elektroden, die in Solarprodukten mit passiviertem Tunneloxidkontakt (Topcon) verwendet werden.
Das in Shanghai ansässige Photovoltaik-Unternehmen hat zwei Klagen bei den Einheitlichen Patentgerichten in München und Hamburg eingereicht. Ihre Entscheidungen sind in allen EU-Mitgliedsstaaten gültig, die das EPG-Abkommen ratifiziert haben.
Laut JA Solar haben die Tests gezeigt, dass n-type-Module einen um 3,9 Prozent höheren Stromertrag aufweisen als ihre p-type-Gegenstücke. Der TÜV Nord hat diese Ergebnisse bestätigt.
Die drei chinesischen Modulhersteller haben eine Vereinbarung über Modulgröße und Abstand der Befestigungslöcher getroffen. Das soll Kosten senken – und die Installation vereinfachen.
Das Solarmodul kann nach Angaben des chinesischen Photovoltaik-Herstellers für private und gewerbliche Projekte verwendet werden. Es ist in fünf Versionen mit einer vom Unternehmen angegebenen Leistung zwischen 390 und 415 Watt sowie einem Wirkungsgrad von 20,0 bis 21,3 Prozent erhältlich.
Den chinesischen Photovoltaik-Unternehmen zufolge sind mit Blick auf die Stromgestehungskosten Module mit 182-Millimeter-Wafern Produkten mit 210-Millimeter-Wafern überlegen. Das liege an niedrigeren Systemkosten sowie besserer Erzeugungskapazität und Zuverlässigkeit. Trina Solar forciert derweil die Produktion seiner Vertex-Module, die auf 210-Millimeter-Wafern basieren.
Es ist nach wie vor unklar, warum der Vorsitzende Jin Baofang inhaftiert wurde, aber das chinesische Photovoltaik-Unternehmen erklärte, dass seine Geschäftstätigkeit dadurch nicht beeinträchtigt werde. „The Paper“, ein staatliches chinesisches Medienunternehmen, berichtete, dass Jins Inhaftierung möglicherweise mit dem Sturz von Liu Baohua, dem formellen stellvertretenden Direktor der Nationalen Energiebehörde, zusammenhängt, der seit Mitte Oktober ebenfalls von den Anti-Korruptionsbehörden untersucht wird.