Mit der Inbetriebnahme eines Konnektors können nun auch bereits installierte Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen, Batteriespeicher und Elektroautos in das virtuelle Kraftwerk eingebunden werden. Haushalte sollen so erheblich Stromkosten einsparen können und 1Komma5° verspricht eine Geld-zurück-Garantie, wenn es nicht klappt.
Die KI-gestützte Software soll weiterentwickelt und auch für nicht von 1Komma5° installierte Privatanlagen geöffnet werden. Das Unternehmen hat zudem mit der Optimierung für den kurzfristigen Intraday-Handel von Strom aus den Batteriespeichern seiner Kunden begonnen.
Das neue Limit gilt für den insgesamt produzierten und verbrauchten Strom von Haushalten, die eine Photovoltaik-Anlage und das Energiemanagement-System Heartbeat AI des Unternehmens inklusive dynamischem Tarif nutzen. Das abgedeckte Volumen erhöht sich auf 10.000 Kilowattstunden pro Jahr.
Mittlerweile sind etwa 20.000 Systeme mit dem Energiemanagementsystem „Heartbeat“ verknüpft. Die Zahl wird sich wohl weiter erhöhen, da 1Komma5° allein im März mehr als 3500 Kundenaufträge für Photovoltaik-Anlagen erhielt. Allerdings wirkt sich die hohe Nachfrage auch auf die Verfügbarkeit des Energiemanagementsystems und der Smart Meter aus, die das Start-up nach Ostern nicht mehr kostenfrei anbieten wird.
Zu den Geldgebern des Hamburger Unternehmens gehören BNP Paribas, die Deutsche Bank und die LBBW. 1Komma5° plant zudem, weiteres Eigenkapital in die Entwicklung seiner Software-Plattform „Heartbeat“ zu investieren.
Mit dem dynamischen Tarif können die Betriebskosten für Wärmepumpen und Klimasysteme von Daikin künftig halbiert werden. Die Luft-Wasser-Wärmepumpen können dabei auch ohne Photovoltaik-Anlage für Heizung, Kühlung und Warmwasserbereitung in die „Heartbeat“-Plattform von 1Komma5° integriert werden.
Mit dem Pooling der Photovoltaik-Heimspeicher über die Iot-Plattform können in Schweden Netzdienstleistungen angeboten werden. Die Einnahmen reichen dafür aus, um den Kunden jährlich 15.000 Kilowattstunden kostenlos Strom zu liefern.
Im ersten Schritt sollen bis zu 10.000 Neukunden in Deutschland mit dem intelligenten Messsystem ausgestattet werden. Die Erlöse aus dem Verkauf des Solarstroms an der Strombörse sollen direkt an die Photovoltaik-Anlagenbetreiber durchgereicht werden, die eine monatliche Grundgebühr von 9,90 Euro zahlen.
Noch in diesem Jahr will das Start-up aus Hamburg einen Standort für eine Modulfabrik in Deutschland finden, um bis 2025 jährlich bis zu 5 Gigawatt an eigenen Modulen für den Bedarf in Europa herzustellen. Bereits jetzt sicherte 1KOMMA5° sich Silizium von Wacker, um seine Module möglichst nachhaltig herstellen zu können und die Wertschöpfungskette besser abzusichern. Das Solarmodul soll künftig auch von ausgewählten Installtionsbetrieben in ganz Europa, an denen 1Komma5° nicht beteiligt ist, im Bundle mit dem Energiemanagementsystem „Heartbeat“ vertrieben werden.