Das österreichische Bundesland will seine Solarstromerzeugung bis 2030 auf 2000 Gigawattstunden verdreifachen. Insgesamt sind 138 Zonen vorgesehen, wo auf 1288 Hektar Photovoltaik-Freiflächenanlagen realisiert werden können. Gleichzeitig soll die Lebensmittelversorgung gesichert werden.
Die Klimaschutz- und Energieagentur des Bundeslandes betont, dass es nicht am Interesse potenzieller Investoren mangelt. Doch die Regelung im Landesraumordnungsprogramm, wonach auf sogenannten Vorbehaltsflächen Landwirtschaft keine Photovoltaik-Freiflächenanlagen gebaut werden dürften, schränkt die Spielräume für den Bau von Solarparks massiv ein.
Für das ausgeschriebene Photovoltaik-Volumen von 1.126 Megawatt gingen Gebote von zusammen 714 Megawatt ein. Die Teilnehmer kalkulieren mit höheren Preisen als in der letzten Ausschreibungsrunde.
Gegenüber der Vorrunde hat sich der mengengewichtete, durchschnittliche Zuschlagswert leicht erhöht. Insgesamt vergab die Bundesnetzagentur Zuschläge für 201 Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 1084 Megawatt.
Darauf haben wir alle gespannt gewartet: Das erstmals grüne Bundeswirtschaftsministerium legt den Gesetzesentwurf für das EEG vor. Und was wird für die allermeisten Photovoltaik-Anlagen verbessert? Nichts! Gar nichts! Ich habe die 267 Seiten Referentenentwurf hinsichtlich Photovoltaik-Dachanlagen durchgearbeitet, und für normale Dachanlagen mit Eigenverbrauch wird null Komma null verbessert. Gerade mal eine weitere Verschlechterung durch das […]
Das zusätzliche Volumen für die diesjährigen Photovoltaik-Ausschreibungen hatte noch die Große Koalition beschlossen. Zudem gibt es leicht geänderte Vorschriften bei der Hinterlegung der Sicherheit und der Teilnahmegebühr. Der Höchstwert für die Märzrunde liegt bei 5,57 Cent pro Kilowattstunde.
Das Bundesland will damit von den ambitionierteren Photovoltaik-Ausbauzielen der neuen Bundesregierung profitieren und die eigenen Klimaschutzziele vorantreiben. Die Neuregelung gilt nun unbefristet und bezieht auch Ackerflächen mit ein.
Die Umweltbank hat ihr Finanzierungsangebot auf große Photovoltaik-Dachanlagen ausgeweitet, die sich mit dem EEG 2021 in separaten Ausschreibungen um Zuschläge bemühen. Das Interesse der Projektierer ist groß und die Umweltbank verspricht sich viel von diesem Segment, wie Holger Donhauser, Teamleiter Finanzierung Energie-& Infrastrukturprojekte im Interview mit pv magazine erklärt. Aber auch bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen und PPA-Projekten ist die Nachfrage nach Finanzierungen ungebrochen.
Die Spanne bei den Zuschlägen reichte von 5,35 bis 7,89 Cent pro Kilowattstunde. Bei der parallel stattfindenden Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen, deren Ergebnisse die Bundesnetzagentur ebenfalls veröffentlichte, lagen die Zuschlagswerte zwischen 4,59 und 5,09 Cent pro Kilowattsunde. Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt zwar die getrennten Ausschreibungen von Freiflächen- und Dachanlagen, dennoch sollte die Ausschreibungspflicht bei Dachanlagen erst ab einer Leistung von einem Megawatt greifen.
Die Verordnung befindet sich nun in der Verbandsanhörung. Nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung soll sie noch vor der Sommerpause in Kraft treten.