Die Freiburger Forscher haben erstmals die Machbarkeit des Schindelprinzips bei Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen nachgewiesen. Außerdem haben sie vollformatige Solarmodule mit einem Wirkungsgrad von 22,8 Prozent hergestellt.
Dieser Frage geht jetzt ein Team vom Fraunhofer ISE nach. In Leimersheim hat Erdgas Südwest eine schwimmende Photovoltaikanlage installiert. Ob sich dadurch thermischen Schichtung oder Sauerstoffgehalt des See verändern, wollen die Forscher mithilfe von vielen Sensoren herausfinden.
Die Forscher haben ein neues Verfahren zur Vorderseitenmetallisierung eingesetzt, um eine III-V-Galliumarsenid-Solarzelle herzustellen. Für die Masken und Platten verwendeten sie ein neues zweistufiges Druckverfahren, das Berichten zufolge die Realisierung extrem schmaler Maskenöffnungen ermöglicht.
Dem Forschungsteam zufolge haben diese Zellen noch einmal ein höheres Wirkungsgradpotenzial als Zweifach-Tandemzellen. Die jetzt vorgestellte Laborzelle erreicht einen Wirkungsgrad von 20,1 Prozent und eine bemerkenswerte Leerlaufspannung von mehr als 2,8 Volt.
Mit der Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 will das Solarforschungsinstitut anderen Fraunhofer-Instituten eine Vorlage geben. Die Fraunhofer-Gesellschaft will bis 2030 klimaneutral werden.
Brasilien, Kolumbien und Australien stehen für die Belieferung Deutschlands mit grünem Ammoniak, Methanol und Kerosin ganz oben auf der Liste. Bei grünem Wasserstoff sind es Länder in Südeuropa oder Nordafrika.
Das 2022 gegründete Unternehmen will 2025 in Frankreich eine Fünf-Gigawatt-Fertigung für Solarzellen und -module in Betrieb nehmen. Das Fraunhofer-Institut will Holosolis bei der Technologieauswahl und der Fabrikplanung unterstützen, außerdem sei eine Forschungszusammenarbeit geplant.
Die Freiburger Forscher haben viel ausprobiert für den Prototypen. Am Ende sind 120 Perc-Schindel-Solarzellen in die Standard-Motorhaube integriert worden. Mit der „MorphoColor“-Technologie lassen sie sich der Farbe der Autos problemlos anpassen.
Die Freiburger Forscher wollen das Zusammenspiel von Wechselrichtern in Photovoltaik-Kraftwerke und dem Netzanschlusspunkt verbessern, da sich dies auf die elektrischen Eigenschaften der Anlage auswirkt. Sie suchen auch noch Betreiber von Solarparks, um ihre Lösungen im Feld zu erproben.
In dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojekt soll ein Elektrohitzer für Salzschmelzen entwickelt werden, der für Großkraftwerke geeignet ist. Solarstrom aus überdimensionierten Photovoltaik-Anlagen könnte so in Hochtemperaturwärme zur direkten Nutzung oder Speicherung umgewandelt werden.