Im Auftrag von E3/DC hat EuPD Research untersucht, wie sich die zunehmende Elektromobilität auf den Photovoltaik- und Speichermarkt auswirken wird. Die Ampeln stehen auf grün. Dabei werden nicht nur mehr Photovoltaik-Anlagen und Speicher installiert, sondern auch größere.
Wenn die Photovoltaik-Anlagen aus der Solarförderung laufen, dürfen sie nach derzeitigen EEG-Recht nicht einfach so weiter einspeisen, sondern brauchen einen Abnehmer für ihren Solarstrom. Gerade Betreiber älterer EEG-Anlagen wünschen sich Informationen für die weitere Nutzung ihrer Systeme nach dem Ende der Förderung.
Nur vier von zehn Angeboten sind gegenwärtig günstiger als normale Ökostromtarife. Entscheidend aus Sicht der Analysten ist die richtige Auslegung bei Photovoltaik-Anlage und Speichergrößen.
Der Markt ist auch im vergangenen Jahr wieder gewachsen. Nach Angaben der Analysten sind rund 45.000 Photovoltaik-Heimspeicher hierzulande installiert worden. Die meisten kamen aus dem Allgäu.
Die Bonner Analysten haben in ihrer „Endkundenbefragung Photovoltaik 2019“ aufgezeigt, dass ein deutliches Informationsdefizit über real bestehende Möglichkeiten zur Kosteneinsparung durch Photovoltaik-Eigenverbrauch besteht. Während Bauherren niedrige Betriebskosten für sehr wichtig halten, legen sie doch eher wenig Wert auf die Versorgung mit selbst erzeugtem Ökostrom.
Viele Menschen können die Folgen eines Kohleausstiegs bis 2038 nicht abschätzen. Knapp die Hälfte der Endkunden geht von wesentlichen Strompreiserhöhungen aus, wie eine Umfrage der Bonner Analysten zeigt. Bundeswirtschaftsminister Altmaier verspricht indes den europäischen Nachbarn keine Alleingänge und enge Abstimmungen beim Kohleausstieg.
Die Analysten sehen den weltweiten Markt für Photovoltaik-Heimspeicher am Beginn eines langen Wachstumspfades. Für das Jahr 2030 erwartet EuPD Research ein Marktvolumen von einer Millionen Speichern.
Die von der Bundesregierung beschlossenen Photovoltaik-Sonderausschreibungen werden den Zubau in Deutschland beleben. Für 2021 gehen die Bonner Marktforscher von einer neu installierten Leistung von knapp vier Gigawatt hierzulande aus. Doch gleichzeitig dürfte in dem Jahr der 52-Gigawatt-Deckel bei der Solarförderung erreicht werden, was den Markt 2022 deutlich schrumpfen lassen könnte.
Nach einer Analyse der Bonner Marktforscher liegt der Sättigungsgrad für kleine Photovoltaik-Dachanlagen im Süden der Republik teilweise bei mehr als 50 Prozent. Im Osten Deutschland gibt es dagegen noch viel ungenutztes Potenzial, was aber nicht nur an den Kunden, sondern auch an den Energieversorgern liegt.
EuPD Research hat in seiner Installateursumfrage ermittelt, dass die Module des koreanischen Photovoltaik-Herstellers hierzulande im vergangenen Jahr am gefragtesten waren. Auch in den USA gibt Hanwha Q-Cells an, bei privaten Photovoltaik-Anlagen im dritten Quartal 2018 den größten Marktanteil verbucht zu haben.