Mit der staatlichen KfW-Förderung müssen Kunden für die Eon-Wallbox bis Ende Januar 2021 nur einen Euro bezahlen. Dazu kommen allerdings noch die Kosten für die Installation.
Zudem wollen sie im Zuge ihrer Kooperation auch das bidirektionale Laden testen und dabei die der Elektrofahrzeuge als flexiblen Speichern nutzen, die nach Bedarf im Einfamilienhaus ge- oder entladen werden. Erst vor wenigen Tagen hatten die Unternehmen ihre Zusammenarbeit beim Lastmanagement von Ladesäule ausgedehnt.
Mehrere Akteure der Energiewirtschaft haben ihren Protest gegen den RWE-Eon-Deal jetzt in der Initiative #wirspielennichtmit gebündelt. Sie fordern von der Bundesregierung, sich nicht für große Player stark zu machen, sondern für die Bürgerenergie sowie kommunale und unabhängige Versorger.
Eine von Eon in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bis 2050 insgesamt 110 Milliarden Euro in die Verteilnetze investiert werden müssen. Das verlangen der Ausbau der erneuerbaren Energien und das rasante Wachstum etwa bei Wärmepumpen und Elektromobilität.
Die Produktion von Strom aus Photovoltaik und Windkraft ist in diesem Jahr auf Rekordkurs – und muss angesichts von Atom- und Kohleausstieg sowie Klimawandel weiter zulegen. Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt daher erneut vor einer Ausbremsung durch die bevorstehende EEG-Reform.
Mit einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier reagieren kommunale Energieversorger auf den Antrag der Bundesregierung, sich zugunsten von RWE und Eon als Streithelfer an dem Rechtsverfahren zu beteiligen. Seit Mai ist beim Europäischen Gerichtshof eine Klage mehrerer Unternehmen gegen den durch die EU-Kommission freigegebenen Deal anhängig.
Der in Mecklenburg-Vorpommern installierte Batteriespeicher soll Netzüberlastungen reduzieren und mehr Flexibilität schaffen. Eon will mit solchen mobilen Speichern in Regionen mit hoher Solar- und Wind-Einspeisung die Zeit bis zum Netzausbau überbrücken.
Der Energiekonzern rechnet damit, dass die Pandemie das Ergebnis für das Gesamtjahr 2020 um 300 Millionen Euro reduzieren wird. Große Geschäftschancen sieht Eon in der Wasserstoffwirtschaft.
Mit 20 Vehicle-to-Grid-Ladegeräten wollen Eon UK und Nissan demonstrieren, welche Rolle elektrische Fahrzeuge für die Stabilität des britischen Stromnetzes spielen können und welche Vorteile das bidirektionale Laden für Geschäftsflotten bieten kann. Im nächsten Schritt sollen V2G-Ladegeräte bei Unternehmen in ganz Großbritannien zum Einsatz kommen.
Die Veräußerung ist Teil der kartellrechtlichen Genehmigung für die Übernahme der RWE-Tochter. Die MVW Gruppe will Innogy Ceska republika erwerben.