Am selben Tag verkünden die Energiekonzerne, dass ihre Kommunikationsverantwortlichen gehen. Neuigkeiten aus Brüssel zur geplanten Übernahme von Innogy durch Eon gibt es noch nicht.
Der Energiekonzern strebt an, dass bis 2045 alle Autos in seinem Verteilnetz elektrisch geladen werden können. Der Umbau der Netze soll dabei weitgehend ohne störende Baustellen erfolgen und rund 2,5 Milliarden Euro in den nächsten 20 Jahren kosten.
Die EU-Kommission hat die zweite Prüfphase im März eröffnet und Eon ist weiter optimistisch, die Erlaubnis für die Übernahme der RWE-Tochter zu bekommen. Im ersten Quartal konnte der Energiekonzern sein Ergebnis im Erneuerbaren-Geschäft deutlich steigern.
Der Energiekonzern will unmittelbar nach dem Erwerb der RWE-Tochter den Aufsichtsrat um sechs Mitglieder erweitern, um die Integration von Innogy zu unterstützen. Die EU-Kommission kündigte unlängst eine intensivere Prüfung der Transaktion an, weil es Auswirkungen auf die Strom- und Gaspreise fürchtet.
Das Vorhaben könne den Wettbewerb im Strom- und Gasvertrieb beeinträchtigen, erklärt die EU-Kommission. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager will mit der Prüfung sicher stellen, dass es in Folge der Übernahme nicht zu Preiserhöhungen kommt.
Die EU-Kommission hat RWE am Dienstag ihre Zustimmung zu der Transaktion erteilt, zugleich genehmigte das Bundeskartellamt den Kauf eines Minderheitsanteils an Eon. Beide Behörden haben demnach keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.
Agenturmeldungen zufolge hat die EU-Kommission die Transaktion genehmigt. Der Konzern will das laufende Verfahren nicht kommentieren.
Mit der Übernahme des Vertriebs- und Netzgeschäfts von Innogy wird Eon auf zwei Dritteln der Fläche Deutschland zum größten Stromanbieter. Der Marktanteil liegt in diesen Regionen bei über siebzig Prozent. Das zeigt eine von Lichtblick in Auftrag gegebene Analyse der Beratungsgesellschaft LBD.
Erst kürzlich hat RWE den Kauf des Erneuerbaren-Geschäfts von Eon und Innogy in Brüssel angemeldet. Bis Mitte des Jahres hofft Eon, die Übernahme von Innogy vollziehen zu können.
Damit ist der erste Schritt der Fusionskontrollverfahren getan, wie der Energiekonzern mitteilte. Die Transaktion soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.