Das Angebot ist kostenlos und soll bei der weiteren Ausbreitung der Solar-Stecker-Geräte helfen. In mehr als 150 Netzgebieten in Deutschland kooperieren die Betreiber bereits mit der Plattform.
Wer nicht bis Ende Januar 2021 seine Photovoltaik-Anlage im Marktstammdatenregister einträgt, dem droht zumindest ein vorübergehender Stopp seiner EEG-Einspeisevergütung. Die Bundesnetzagentur fürchtet, dass bis zu 300.000 Photovoltaik-Anlagen nicht fristgerecht registriert werden und bekommt nun Unterstützung.
Ab Oktober 2021 besteht eine gesetzliche Pflicht, alle Redispatch-Maßnahmen bilanziell auszugleichen, die auch das Einspeisemanagement der Erneuerbaren-Anlagen einschließt. Dafür soll es zwei „Bilanzierungsmodelle“ geben, je nachdem ob feste Fahrpläne für die Einspeisung vorliegen oder nicht.
Ab Januar kann die Energiewirtschaft die Funkfrequenzen im 450-Megahertz-Bereich nutzen. Das soll vor allem der Digitalisierung der Energiewende dienen.
Im September lag die Leistung der bei der Bundesnetzagentur neu gemeldeten Photovoltaik-Anlagen bei knapp 388 Megawatt. Aufgrund des starken Zubaus liegt die monatliche Degression erstmals bei 1,8 Prozent für die Monate November bis Januar.
Für die ausgeschriebenen 96,358 Megawatt Photovoltaik sind Gebote mit einem Umfang von knapp 394 Megawatt abgegeben worden. Die von der Bundesnetzagentur ermittelten Zuschlagswerte zwischen lagen 4,98 und 5,36 Cent pro Kilowattstunde.
12,20 Minuten mussten die Letztverbraucher im deutschen Nieder- und Mittelspannungsnetz im Jahr 2019 durchschnittlich ohne Strom auskommen. Damit haben sich laut Bundesnetzagentur die Versorgungsunterbrechungen weiter verkürzt.
Aus Sicht des Branchenverbandes wird vor allem der Zubau von Photovoltaik-Dachanlagen im kommenden Jahr stark rückläufig sein, wenn nicht mehrere im Gesetzentwurf vorgesehene Marktbremsen gelöst werden. Zudem müssten die jährlichen Ausbauziele deutlich angehoben werden.
Hauptgründe für den rechnerischen Anstieg sind den Übertragungsnetzbetreibern zufolge ein allgemeiner Verfall der Strommarktpreise sowie der Rückgang des Stromverbrauchs vor allem wegen der Corona-Pandemie. Die von der Bundesregierung im Sommer für 2021 beschlossene Deckelung der EEG-Umlage auf 6,5 Cent soll unter anderem aus dem CO2-Emissionshandel finanziert werden.
Interview: Alle Anlagen, unabhängig ob sie Förderung bekommen oder nicht und welchen Energieträger sie verwenden, müssen bis Ende Januar 2021 im Marktstammdatenregister verzeichnet werden. Die Bundesnetzagentur ist in Sorge, dass rund 300.000 der rund 2 Millionen Photovoltaik-Anlagen zu diesem Zeitpunkt noch fehlen werden. Peter Stratmann, Leiter des Referats Erneuerbare Energien bei der Bundesnetzagentur, erklärt, warum die Registrierung so wichtig ist und was seine Behörde tut, um den Vorgang zu erleichtern.