Die Regierungskoalitionen haben den Gesetzentwurf eingebracht, mit dem unter anderem die Realisierungsfrist für Photovoltaik-Ausschreibungsanlagen mit Zuschlag vor dem 1. März um sechs Monate wegen der Corona-Krise verlängert werden soll. Im Eilverfahren soll die Mini-EEG-Novelle voraussichtlich bereits Mitte Mai verabschiedet werden.
Hilft die Corona-Krise wenigstens dem Klimaschutz, oder überwiegen die negativen wirtschaftlichen Effekte? Außerdem hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz Geburtstag. Über beides sprechen wir mit Hans-Josef Fell von Bündnis 90/ Die Grünen, einem der maßgeblichen Autoren des Gesetzes, im pv magazine Audiopodcast.
Insgesamt waren 51 Bieter mit Photovoltaik-Projekten mit einer Gesamtleistung von 301 Megawatt erfolgreich. Vor wenigen Tagen ändere die Bundesnetzagentur das Ausschreibungsprozedere und die Art der Veröffentlichung der bezuschlagten Projekte.
Bei der ersten Photovoltaik-Ausschreibung lag der niedrigste Zuschlagswert bei 3,55 Cent pro Kilowattstunde. Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft zeigt, dass bei solchen Werten kaum noch Marktprämie für große Photovoltaik-Anlagen gezahlt werden muss, wenn sie gebaut sind.
Einer Untersuchung von Enervis zufolge ist der Direktbezug von Solar- und Windstrom bei Einkäufern aus Industrie und Gewerbe angekommen. In einigen europäischen Ländern könnten bis 2030 etwa 25 Prozent der Erneuerbare-Energien-Kapazitäten allein auf Basis von PPAs finanziert beziehungsweise betrieben werden.
Inzwischen ist es augenfällig: Der Umstieg auf Ausschreibungen statt fester Einspeisevergütungen hat den Ausbau der erneuerbaren Energien in vielen Ländern, von China über Indien, die Ukraine, Brasilien und insbesondere in Deutschland massiv dezimiert. So ist der Neuzubau der Windkraft an Land in Deutschland seit Einführung der Ausschreibungen durch die Große Koalition (GroKo) im Jahr 2017 […]
Die technologiespezifische Ausschreibung mit einem Volumen von 100 Megawatt war fast um den Faktor 5 überzeichnet. Das niedrigste Gebot betrug 3,55 Cent pro Kilowattstunde – ein neuer Rekord. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert lag mit 5,01 Cent niedriger als in der Runde zuvor.
Das Umweltministerium hat insgesamt 306 Zuschläge für gewerbliche und industrielle Dachanlagen in der neunten Runde vergeben. Die Zuschlagswerte änderten sich gegenüber den Vorrunden kaum.
Das vergangene Jahre brachte aufregende Zeiten für Bieter in Photovoltaik-relevanten Ausschreibungen mit sich. Manche Projekte erreichten Zuschläge, die gerade für die Wirtschaftlichkeit ausreichen, andere können attraktive Renditen erwarten. Die Spanne der Zuschlagswerte reichte von 38,5 bis 84,0 Euro pro Megawattstunde, so breit wie in keinem anderen Jahr mit Photovoltaik-Ausschreibungen. Eine weitere Besonderheit war die ausgeprägte […]
Bei der gemeinsamen Erneuerbare-Energien-Ausschreibung bekommt nur ein Solarprojekt einen Zuschlag. Dessen Leistung liegt bei fünf Megawatt, das Gebot beträgt 60 Euro pro Megawattstunde.