Der Systemanbieter aus Eberswalde plant 20 Prozent seiner Mitarbeiter zu entlassen. Damit reagiert das Photovoltaik-Unternehmen nach eigenen Angaben auf die aktuellen Änderungen des EEG und den dadurch bedingten Markteinbruch.
Der Grünen-Energiepolitiker fordert von der Bundesregierung, die drastischen Einschnitte bei der Photovoltaik abzumildern. Deutsche Photovoltaik-Hersteller sollten zudem mit gezielter Industriepolitik gestützt werden. Finanzieren will Fell dies, indem Subventionen für Kohle- und Atomkraft gestrichen werden.
Beim zuständigen Amtsgericht Dessau hat das Photovoltaik-Unternehmen nun die Insolvenz angemeldet. Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft derzeit die Lage bei Q-Cells.
Das Insolvenzverfahren soll einen geordneten Verkauf der Photovoltaik-Projekte von Solar Millennium in den USA ermöglichen. Inwiefern der Antrag mit der Schadensersatzklage von Utz Claassen zusammenhängt, blieb zunächst offen.
Im Gegensatz zum Ministerpräsidenten kann sich Sachsen-Anhalts Finanzminister Hilfen für das insolvente Photovoltaik-Unternehmen vorstellen. Am Dienstag wird Q-Cells am Amtsgericht Dessau seine Zahlungsunfähigkeit melden.
Das bayerische Photovoltaik-Unternehmen muss seinen vorgelegten Restrukturierungsplan überarbeiten. Die Finanzierungsverhandlungen mit den Banken und Kreditgebern verzögern sich daher.
Der ehemalige Kurzzeit-Vorstandschef des Solarunternehmens will nun Schadenersatz. Er hat wegen Rufschädigung in den USA Klage über die Zahlung von 265 Millionen US-Dollar gegen Solar Millennium eingereicht.
Verschiedene Teile des insolventen Photovoltaik-Unternehmens werden verkauft. Die Verhandlungen über die Veräußerung der Modulproduktion in Gelsenkirchen laufen aber noch.
Die Spekulationen über eine Insolvenz des Photovoltaik-Unternehmens hielten seit dem Wochenende an. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident stellte klar, dass Q-Cells nicht auf Finanzhilfen von staatlicher Seite hoffen kann.
Deutlich weniger Aufträge verzeichnen die Hersteller von Photovoltaik-Maschinen und Komponenten. Viele Unternehmen nutzen bereits Kurzarbeit und noch mehr wollen sich von Mitarbeitern trennen.