Weiteren Photovoltaik-Unternehmen in den USA ist das Geld ausgegangen. Im Zuge der Insolvenz der Muttergesellschaft Energy Conversion Devices musste auch Uni Solar einen Antrag auf Insolvenz stellen.
Wie viel Photovoltaik-Leistung ist zum Jahresende 2011 wirklich installiert worden? Diese Frage beschäftigt viele in der Solarbranche. Immerhin hat dies die momentane Debatte über die Solarförderung neu entfacht. Die Bundesnetzagentur hält aber nur leichte Abweichung von den gemeldeten 3000 Megawatt Zubau im Dezember für möglich.
Die derzeitigen Unsicherheiten zur Solarförderung in Deutschland und Italien erlauben es dem Vorstand derzeit nicht, eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr abzugeben. 2011 hat SAG Solarstrom seine EBIT-Ziele nicht erreicht, aber immerhin einen Gewinn verbucht.
Nach dem Widerstand aus Mitteldeutschland hat nun auch Niedersachsens Umweltminister eine Kürzung der Solarförderung mit Bedacht gefordert. Er spricht sich gegen eine starre Begrenzung des Photovoltaik-Zubaus aus.
Es mehren sich die Anzeichen, dass der sofortige Stopp der Solarförderung für Photovoltaik-Anlagen wieder aufgehoben wird. Das Ende Januar erlassene Dekret soll in dieser Form wohl nicht in ein Gesetz umgewandelt werden.
Nach den behördlichen Genehmigungen kann der chinesische Photovoltaik-Hersteller nun seine Angebotsunterlagen für die Übernahme von Sunways veröffentlichen. Zunächst einmal will LDK Solar mittels einer Kapitalerhöhung 33 Prozent der Anteile an dem deutschen Unternehmen übernehmen.
Das insolvente Berliner Photovoltaik-Unternehmen kann weiter auf Rettung hoffen. Der Standort Greifswald wird aber wahrscheinlich geschlossen.
Am 27. Februar sind die Inhaber der Wandelschuldverschreibung 2012 aufgefordert, dem Zahlungsaufschub bis Ende April zuzustimmen. Für die weitere finanzielle Restrukturierung des Photovoltaik-Unternehmens sollen dann auch die Aktionäre dem geplanten Schuldenschnitt zustimmen.
Die CDU-geführten Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wollen Änderungen bei der Solarförderung im Bundesrat verhindern. Mittlerweile kursiert schon wieder ein neuer Vorschlag, der vorsieht nur noch 80 Prozent des eingespeisten Solarstroms zu vergüten.
Es gibt immer deutlichere Anzeichen, dass die Bundesregierung eine neue Art von Deckel bei der Solarförderung einziehen will. Nach neuesten Plänen sollen wohl künftig nur noch ein jährlicher Ertrag für maximal 900 Kilowattstunden pro Kilowattpeak vergütet werden. Eine solche Regelung würde vor allem chinesischen Modul- und Wechselrichteranbietern zugute kommen.