Beim zuständigen Amtsgericht Dessau hat das Photovoltaik-Unternehmen nun die Insolvenz angemeldet. Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft derzeit die Lage bei Q-Cells.
Das Insolvenzverfahren soll einen geordneten Verkauf der Photovoltaik-Projekte von Solar Millennium in den USA ermöglichen. Inwiefern der Antrag mit der Schadensersatzklage von Utz Claassen zusammenhängt, blieb zunächst offen.
Im Gegensatz zum Ministerpräsidenten kann sich Sachsen-Anhalts Finanzminister Hilfen für das insolvente Photovoltaik-Unternehmen vorstellen. Am Dienstag wird Q-Cells am Amtsgericht Dessau seine Zahlungsunfähigkeit melden.
Das bayerische Photovoltaik-Unternehmen muss seinen vorgelegten Restrukturierungsplan überarbeiten. Die Finanzierungsverhandlungen mit den Banken und Kreditgebern verzögern sich daher.
Der ehemalige Kurzzeit-Vorstandschef des Solarunternehmens will nun Schadenersatz. Er hat wegen Rufschädigung in den USA Klage über die Zahlung von 265 Millionen US-Dollar gegen Solar Millennium eingereicht.
Verschiedene Teile des insolventen Photovoltaik-Unternehmens werden verkauft. Die Verhandlungen über die Veräußerung der Modulproduktion in Gelsenkirchen laufen aber noch.
Die Spekulationen über eine Insolvenz des Photovoltaik-Unternehmens hielten seit dem Wochenende an. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident stellte klar, dass Q-Cells nicht auf Finanzhilfen von staatlicher Seite hoffen kann.
Deutlich weniger Aufträge verzeichnen die Hersteller von Photovoltaik-Maschinen und Komponenten. Viele Unternehmen nutzen bereits Kurzarbeit und noch mehr wollen sich von Mitarbeitern trennen.
Der Vorstand des Photovoltaik-Unternehmens wird massiv verkleinert. Grund ist, dass die Vorstände wohl die geplante Restrukturierung und Neuausrichtung von Payom Solar nicht mittragen wollten.
Die EEG-Novelle zur Photovoltaik war zwar bereits in der heutigen Sitzung Thema in der Länderkammer. Ob ein Vermittlungsausschuss angerufen wird, entscheidet sich aber erst in den kommenden Wochen. Die Hoffnungen schwinden allerdings.