Nach einem Zeitungsbericht verhandelt der Photovoltaik-Hersteller aus Bonn mit Bosch über einen Kauf der Solarzellen-Fertigung. Erst am Mittwoch veröffentlichte Solarworld eine Verlustanzeige, weil das Unternehmen 2012 voraussichtlich mehr als eine halbe Milliarde Euro minus gemacht hat.
Der Insolvenzverwalter hat einen neuen Eigentümer für ein ehemaliges Gelände in Wolfen-Bitterfeld des Photovoltaik-Herstellers gefunden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Ergebnisentwicklung blieb 2012 bei dem Stuttgarter Konzern deutlich hinter den Erwartungen. Der Verlust der Solarsparte summierte sich auf eine Milliarde Euro. Auch die Tochter Aleo Solar wies im ersten Quartal einen weiteren Verlust aus.
Laut einer Gläubigerliste der Photon Europe GmbH stehen 9 Millionen Euro an Verbindlichkeiten zwei Millionen an Vermögenswerten gegenüber. Die Zahlen werden am Freitag im Gläubigerausschuss diskutiert.
Der deutsch-skandinavische Modulhersteller profitiert nach eigener Aussage von einer erhöhten Nachfrage der Großhändler nach europäischen Solarmodulen. Wegen möglichen rückwirkenden Strafzöllen auf chinesische Module würden viele Händler vor deren Kauf zurückschrecken.
Der Umsatz für Wechselrichter ist trotz sinkender Zubauzahlen im Jahr 2012 gestiegen. Dafür ist vor allem der asiatische Markt verantwortlich. Europäische Hersteller konnten davon zwar profitieren, im Vergleich zu asiatischen Herstellern verlieren sie aber zunehmend an Boden.
Der chinesische Photovoltaik-Hersteller schiebt einen riesigen Schuldenberg vor sich her. Im vierten Quartal kam ein weiteres Minus von 517 Millionen US-Dollar hinzu.
Der Bonner Photovoltaik-Konzern rechnet mit einem Verlust von mehr als einer halben Milliarde Euro. Die Zeit zur Restrukturierung der Finanzen drängt. Nun musste Solarworld auch noch eine Verlustanzeige über die Hälfte seines Grundkapitals veröffentlichen.
Bezahlte Kommentare in Blogs, Foren, News-Seiten? Kann es so etwas geben? Nein, niemals, war ich lange der Überzeugung. Das würde man doch merken und außerdem, wer macht sich die Mühe sämtliche Blogs zu einem Thema im Auge zu haben, das Internet ist demokratisch und transparent, Lobbyismus geht andere Wege. Ich konnte es mir nicht vorstellen. […]
Nach Medienberichten könnte der chinesische Photovoltaik-Hersteller seine Anteile an dem Global Solar Fund Sicar (GSF Sicar). Damit könnte der Schuldenberg von mehr als zwei Miliarden US-Dollar etwas schrumpfen.