Die Insolvenzen, Verluste und Produktionskürzungen deutscher Photovoltaik-Unternehmen zeigen bereits, in welch schwierigen Lage die Solarindustrie in Deutschland steckt. Eine Anfrage der Linkspartei ergab nun, dass nur noch rund 87.000 Arbeitsplätze in der deutschen Photovoltaik-Industrie vorhanden sind und auch die Umsätze der Unternehmen stark geschrumpft sind. Die fortwährenden EEG-Diskussionen sind aus Sicht der Bundesregierung dafür aber nicht verantwortlich.
Zur Rettung der insolventen Muttergesellschaft Solen AG ist der Betrieb der Solen Energy GmbH eingestellt worden. Die Insolvenzverfahren für beide Photovoltaik-Unternehmen sind derweil eröffnet worden. Am 20. August wird es eine Gläubigerversammlung geben.
Bittere Medizin oder die Kraft der Erneuerung/
5 Thesen zu Irrtümern und Erkenntnissen aus der Photovoltaik-Branche
Der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern hat seine Mitarbeiter über den geplanten Personalabbau informiert. Bis Ende 2014 sollen am Standort Deutschland schrittweise 700 Vollzeitstellen abgebaut werden. Das bedeutet, dass 800 Mitarbeiter in den kommenden anderthalb Jahren das Unternehmen verlassen müssen. SMA reagiert damit auf den drastischen Umsatzrückgang.
Das Windkraft, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft hierzulande immer wichtiger werden, steht außer Frage. Die neuesten Zahlen des Statischen Bundesamts zeigen, dass die erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr den Abstand zur Kernenergie in Deutschland weiter ausgebaut haben. Bei der Veröffentlichung der Entwicklung der Strompreise seit 2007 zeigt, dass die Industrie weit weniger belastet wird als die privaten Stromkunden.
Interview: Alexander Kirsch, Vorstandsvorsitzender der Centrosolar Group, sprach auf der Intersolar mit pv magazine über seine Strategie, über den Handelsstreit und die Rolle der Modulproduktion für sein Unternehmen.
Das Amtsgericht Leipzig hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung des Photovoltaik-Herstellers aufgehoben. Im Zuge der Umstrukturierung hat Solarion sich von seinem bisherigen Hauptaktionär Ally Energy getrennt. Alle anderen Anteilseigner bleiben aber an Bord.
Seit Monaten tobt ein Kampf um den thüringischen Hersteller von Modulen und Automobil-Anwendungen. Nun kündigte die chinesische STGCON-Gruppe an, Asola Solarpower zu einem europäischen Entwicklungszentrum für Energiespeicher, Energiemanagementsysteme und Ladesysteme machen zu wollen. Doch der Geschäftsführer von Asola Solarpower hofft für die Automotive-Sparte im parallelen Insolvenzverfahren auf einen baldigen Vertragsabschluss mit einem deutschen Investor.
Die Desertec Stiftung will nach dem Austritt aus dem Industriekonsortium Dii weiter an der Umsetzung ihrer Idee arbeiten. Dafür wird sie auch weiterhin mit Partnern aus der Industrie zusammenarbeiten, wie der Direktor der Stiftung, Thiemo Gropp, im pv-magazine-Interview betonte.
Der Modulhersteller aus Hannover hat bislang keinen Investor finden können. Nun eröffnete das zuständige Amtsgericht das Insolvenzverfahren.